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Dirk Schulte Strathaus Jazzige Klänge zum Abschied von Delmenhorster Verleger

Von Michael Korn | 26.11.2018, 17:35 Uhr

Es war sein Wunsch: Bei der Trauerfeier für die verstorbene Delmenhorster Verlegerpersönlichkeit, Dirk Schulte Strathaus, spielte am 26. November 2018 zum Abschluss in der Stadtkirche vor rund 250 Trauernden eine Jazzkapelle auf.

Rund 250 Trauergäste haben am Montag, 26. November, in der ev. Stadtkirche Delmenhorst Abschied von der Verlegerpersönlichkeit Dirk Schulte Strathaus genommen. Zum Schluss der Andacht spielte eine Jazzkappelle auf – dies war nach Angaben von Pastorin Susanne Bruns ein Wunsch des dk-Mitherausgebers. Angeführt wurde die Trauergemeinde von Ehefrau Angelika Schulte Strathaus und zahlreichen engen Angehörigen. Die letzte Ehre erwiesen dem Medienunternehmer auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur und öffentlichem Leben mit Oberbürgermeister Axel Jahnz an der Spitze.

Persönlichkeit und Original

Bruns sprach von einem „reichen und bunten Leben“, das nun zu Ende gegangen sei. Dirk Schulte Strathaus sei „eine Persönlichkeit, ein Original“ gewesen. Als leidenschaftlicher Künstler, Verleger „der alten Schule“ und facettenreicher Gestalter habe er sich als „beeindruckender Vernetzer“ erwiesen. Bruns beschrieb den am 16. November im Alter von 78 Jahren nach Krankheit Verstorbenen als „Initiator, Mitbegründer und Optimist“. Sie fragte in Anlehnung an sein künstlerisches Arbeiten unter dem Pseudonym Dirk Berger, ob er jetzt wohl ein kleines oder großes Bild, ein helles oder eher dunkles Bild von seinem Leben malen würde?

Blick über Tellerrand

Schon in der Waldorfschule habe er seine kreativen Seiten entfaltet. Nach einer Lehre als Schriftsetzer habe es sich verfestigt, dass der technische und gestalterische Bereich sein Metier ist. Mit dem Meisterbrief habe Dirk Schulte Strathaus schließlich die Laufbahn im elterlichen Verlagshaus eingeschlagen – mit all seinen Umbrüchen bis hin zur Übernahme durch die Neue Osnabrücker Zeitung vor mehr als vier Jahren. Er habe dabei stets den weitsichtigen Blick über den Tellerrand hinaus gerichtet.

Mitarbeiter trauern

Zahlreiche aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Kreisblatts nahmen gestern ebenso Abschied von ihrem Altverleger wie Geschäftsführung und Chefredaktion der NOZ (vertreten durch Jens Wegmann und Dr. Berthold Hamelmann) sowie unzählige Wegbegleiter aus dem vielfältigen kulturellen und sozialen Engagement von Schulte Strathaus.