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Diskussion über Mitarbeiteranzahl Delmenhorster Bürgerbüro wird wohl Zeiten einschränken

Von Jens Gehrke | 21.01.2015, 12:04 Uhr

Vermutlich wird das Bürgerbüro ab Mitte Februar die Öffnungszeiten einschränken, möglicherweise wird ein Öffnungstag pro Woche wegfallen.

Das ist eine Erkenntnis, die sich am Dienstag bei der Sitzung des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten im Rathaus durchsetzte. Die Ausschussmitglieder sprachen sich nach einer längeren Debatte für die von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Stellenplanänderungen aus, die eine Stelle weniger im Bürgerbüro vorsehen.

Die Diskussion unter den Ausschussmitgliedern entflammte, als deutlich wurde, dass das Bürgerbüro durch den Stellenwegfall vermutlich am Samstag nicht mehr öffnen werde. Daraufhin stellte die SPD-Fraktion einen Antrag, die mehr als 40000 Euro für die Stelle wieder in den Haushalt einzustellen, um so den Service am Samstag zu erhalten.

Unter anderem widersprachen die Unabhängigen Delmenhorster (UAD) dem Vorschlag aufgrund der Sparbemühungen vehement. Es kam aber nicht zu der Abstimmung über den Antrag, da sich zuvor die Fraktionen auf einen Kompromissvorschlag einigten. Die Stelle soll demnach eingespart werden, allerdings soll die Verwaltung prüfen, ob nicht doch der Samstag als Öffnungstag erhalten bleiben kann. „Wir werden Alternativen prüfen,“, sagte Fachbereichsleiter Horst Janocha. Zum Beispiel, ob eine Öffnung am Samstag einmal im Monat möglich sein könnte.

Unaufgeregte Haushaltsberatungen

Abgesehen davon begannen die Haushaltsberatungen im Ausschuss für Bürgerangelegenheiten unaufgeregt. Investitionen, Stellenplanveränderungen, Zuschussliste und Ergebnishaushalt wurde wie vorgeschlagen zugestimmt. Abschließend wird der Rat wohl Mitte Februar entscheiden.

Die Haushaltsberatungen zum Fachbereich 1 betreffen unter anderem das Bürgerbüro, den Gewerbeservice und das Standesamt. Grünes Licht gaben die Ausschussmitglieder für die Anschaffung eines Bürgerkoffers im Wert von 6500 Euro für das Bürgerbüro. Das mobile Gerät wird es ermöglichen, Daten auch außerhalb des Bürgerbüros aufzunehmen. Etwa bei Bürgern, die Ausweisdokumente beantragen, aber das Bürgerbüro längere Zeit nicht aufsuchen können.