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"Drachen über Lemwerder" Drachensportler und Festivalbesucher trotzen Dauerregen

Von Bettina Dogs-Prössler | 19.08.2019, 08:23 Uhr

Eine Bilanz: So lief das Festival "Drachen über Lemwerder".

Am Wind hat es nicht gelegen. Der war die ganze Zeit über perfekt. „Es war schon ärgerlich, dass wir wegen des Regens die Nachtflugshow absagen mussten“, sagt Koordinator Robert Kirsch vom Team „Aufwind extrem“. „Aber Drachen zu fliegen ist halt immer ein Spiel mit der Natur. Und wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Dauerregen hält Besucher ab

Anhaltender Dauerregen hat den Organisatoren des 28. Festivals „Drachen über Lemwerder“ dieses Wochenende einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Flugschau der Drachensportler, die traditionell am Samstagabend stattfindet und normalerweise Massen aufs Gelände zieht, musste schließlich wegen der immensen Nässe abgesagt werden. Immerhin: Auf die Lasershow, für die tagsüber schon alles vorbereitet worden war, mussten die Zuschauer nicht verzichten. Denn ganz leer gefegt war das Festgelände trotz des Regens am Samstagsabend nicht – etliche Hartgesottene hatten sich unter die campierenden Drachensportler gemischt und das Beste aus dem Abend gemacht.

"Kein kompletter Reinfall"

Dementsprechend positiv gestimmt zieht Cheforganisator Timo von den Berg, Leiter der Lemwerderaner Begu, am frühen Sonntagnachmittag eine erste Bilanz: „Es waren zwar viel weniger da als vergangenes Jahr, aber es war kein kompletter Reinfall.“ Rund 300 bis 400 Besucher, schätzt er, hätten am späten Samstagabend immerhin noch zu den „Afterburnern“ vor der Bühne gerockt, die ihrerseits alles gegeben hatten, um den widrigen Witterungsverhältnissen zu trotzen. Genaue Zahlen hatte von den Berg am Sonntagnachmittag indes noch nicht. „Ich wollte mich bis jetzt nicht davon deprimieren lassen.“ Stattdessen denkt der 30-Jährige bereits an die 29. Ausgabe des traditionellen Festivals, das auch dann wieder auf besondere Weise professionellen Drachensport mit anspruchsvoller Kleinkunst verbinden und gleichzeitig jedem Zugang zu Kultur bieten soll. So ist seit Jahren schon der Eintritt am Freitag frei und Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren das ganze Wochenende über nichts.