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DRK hält aber an com.media fest Kritik nach Blutspende im Delmenhorster com.media

Von Marco Julius | 25.06.2015, 20:42 Uhr

Eine Frechheit, unzumutbar. dk-Leser Thorben Lange findet harte Worte. Er war in dieser Woche zur Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes im com.media auf der Nordwolle.

Die ärztliche Untersuchung habe in einem Raum stattgefunden, der einem Kellerloch ähnele. „Der Putz fällt in großen Stücken von der Wand.“ Lange hatte sich direkt beim Blutspendedienst beschwert.

Vertraulichkeit als Grund

Frank Wendel vom zuständigen Blutspendedienst in Springe beschwichtigt: Das com.media sei ein tolles Gebäude und habe Flair. Die ärztliche Untersuchung müsse wegen der Vertraulichkeit in einem separaten Raum vorgenommen werden. „Wir nutzen dafür das Kassenhäuschen des com.media, das eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist und das wir auch gar nicht gemietet haben. Ein kleiner Raum mit Fenster, das Licht und Luft hereinlässt.“ Die Bedingungen seien absolut ausreichend.

Die Bausubstanz des historischen Gebäudes sei sicherlich nicht auf modernstem Stand. Die Mängel im Kassenhäuschen seien aber rein ästhetischer Natur, eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen. Darüber hinaus habe das DRK aber bereits mit den Verantwortlichen des Veranstaltungszentrum Kontakt aufgenommen. „Uns ist mitgeteilt worden, dass eine Sanierung ansteht“, sagt Wendel. Anastasia Kholina vom Nordwolle Veranstaltungszentrum bestätigt das auf Nachfrage.

Es fehlen Alternativen

Auf das com.media als Standort mag Wendel nicht nur wegen des Flairs nicht verzichten. Es fehlten schlicht Alternativen. „Da die Schulen, in denen wir sonst waren, den Ganztagsbetrieb immer mehr ausbauen, fallen diese Gebäude für uns weg“, berichtet Wendel. Eine Beobachtung, die auch Michael Pleus, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, macht. „Zudem fehlt uns nach dem Abriss des Alt Hasberger Kruges ein weiterer Standort.“