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Ehemaliges Möbelhaus ist verkauft Im Delmenhorster Thäte-Haus gibt es bald Brautmoden

Von Thomas Breuer | 27.05.2017, 11:12 Uhr

Das östliche Eingangtor zur Innenstadt sieht einer deutlichen Aufwertung entgegen: Das seit Jahren leer stehende ehemalige Möbelhaus Thäte an der Bremer Straße/Ecke Nelkenstraße hat seit Kurzem neue Eigentümer.

Sie möchten das Gebäude zeitgemäß herrichten und im Erdgeschoss in mehrere Ladenlokale unterteilen. Zunächst soll das Außengelände herausgeputzt werden, danach sind bauliche Aufwertungen geplant.

Umzug von der Bahnhofstraße an die Bremer Straße

Neuer Eigentümer ist die Familie Sen, die schon lange in Delmenhorst lebt. Sie betreibt seit 18 Jahren an der Bahnhofstraße das Geschäft „Susis Braut- und Abendmoden“, das auf 86 Quadratmetern inzwischen aus allen Nähten platzt.

„Wir haben schon lange etwas Größeres gesucht“, sagt die Familie. Und dies sei im Zentrum schwierig, wenn man mehr an Eigentum als an einem Mietobjekt interessiert sei. Durch den Tipp einer Freundin sei man auf das Thäte-Haus gekommen, vor zwei Jahren gab es einen ersten Kontakt zur Bremer Eigentümerfamilie Thäte.

Frühere Pläne für Neunutzung scheiterten

Seitdem haben die jetzigen Käufer auch viele Gespräche mit der Stadt geführt, um eine künftige Nutzung abzustimmen. An fehlenden Genehmigungen waren in den vergangenen Jahren verschiedene Vorstöße gescheitert, so etwa vor knapp einem Jahrzehnt auch die Umwandlung der Immobilie in ein Seniorenzentrum mit dem Schwerpunkt Pflege.

Die Familie Thäte hatte 1964 damit begonnen, Möbel an der Bremer Straße zu verkaufen. Im April 1985 ging die Ära zu des Möbelhauses Thäte zu Ende, Nachfolger waren unter anderem SB-Möbelkauf und Expo Natura. Obwohl dort schon seit Jahren Leerstand herrscht, prangt am Gebäude noch großflächige Werbung für einen Polstermarkt.

Café oder Bäckerei sollen ebenfalls einziehen

„Die nehmen wir bald ab und ersetzen sie durch ein schönes Brautmoden-Motiv“, kündigen die neuen Eigentümer an. Für ihr dann deutlich größeres Geschäft werden sie die zur Bahnlinie gelegene Seite des Erdgeschosses nutzen. Daneben soll zur Straßenseite hin ein Café oder eine Bäckerei einziehen. Mit dem großen Parkplatz vor der Tür sollen drei weitere Ladenlokale entstehen. Zwei sind noch zu haben, in ein weiteres werden die Firmen A&S Wohndesign und ASPack einziehen, die bisher noch im früheren Stubbemann-Haus an der östlichen Langen Straße zu finden sind.

Nachmieter für Geschäft an Bahnhofstraße gesucht

Für die beiden oberen Geschosse hat Familie Sen auch Pläne, verweist aber auf laufende Abstimmungen mit der Stadt. Oberbürgermeister Axel Jahnz hatte im vergangenen Herbst erklärt, die Stadtverwaltung halte eine Wohnbebauung an der Stelle für „passend und ideal“.

Gespräche werden auch schon mit potenziellen Nachmietern für das jetzige Braut- und Abendmodengeschäft an der Bahnhofstraße geführt. Ein Leerstand soll vermieden werden.