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Ehrenurkunden für Handwerksbetriebe „Tradition und Qualität“ in Delmenhorst und Harpstedt

Von Marco Julius | 09.05.2017, 12:27 Uhr

Malermeister Heiner Haake aus Harpstedt und Fleischermeister Axel Rampf aus Delmenhorst freuen sich über ein besonderes Jubiläum. 50 Jahre bestehen ihre Handwerksbetriebe mittlerweile.

Das Handwerk goldenen Boden hat, ist so ein Spruch, der sich leicht sagt. Handwerk hat immer mit viel Arbeit zu tun. So viel ist klar. Handwerk steht aber immer auch für Tradition. Das ist jetzt bei der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft im Haus des Handwerks noch einmal deutlich geworden.

Goldene Urkunde

Zwei Handwerksunternehmen erhielten während der Versammlung jeweils eine Ehrenurkunde zum 50-jährigen Bestehen ihres Unternehmens. Der Obermeister der Fleischerinnung, Andreas Tonn, überreichte eine ebenfalls Goldene Ehrenurkunde zum 50. Firmenjubiläum an Fleischermeister Axel Rampf. Das Fleischerfachgeschäft Rampf in Delmenhorst wurde im November 1965 gegründet. Ernst Rampf, Vater des heutigen Inhabers, wagte seinerzeit den Sprung in die Selbstständigkeit. 25 Jahre später, im August 1990, übergab Ernst Rampf den Betrieb dann an seinen Sohn Axel. Dieser führt den Betrieb seit seiner Eheschließung im März 1994 zusammen mit seiner Ehefrau Sigrid. Sigrid Rampf fasste das Erfolgsrezept des Betriebes anlässlich einer Wiedereröffnung nach einem Umbau im Jahr 1997 so zusammen: „Hier läuft die Wurst noch nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand.“

Betrieb vom Vater übernommen

Die Obermeisterin der Maler- und Lackiererinnung und amtierende Kreishandwerksmeisterin Britta Jochims überreichte dem Malermeister Heiner Haake aus Harpstedt die Goldene Ehrenurkunde der Handwerkskammer Oldenburg. Der Betrieb wurde vom Vater des heutigen Inhabers am 1. Januar 1966 gegründet. Nach dem Tod des Betriebsgründers führte Heiner Haake den Betrieb zunächst zusammen mit seiner Mutter fort, bevor er im März 2005 als alleiniger Inhaber die Verantwortung für das Malerfachgeschäft übernahm. Der Betrieb beschäftigt aktuell drei Mitarbeiter und ist überwiegend regional tätig.

“Keine Selbstverständlichkeit“

„Das 50-jährige Bestehen eines Handwerksunternehmens feiern zu können, ist unter Berücksichtigung der marktwirtschaftlichen und bürokratischen Rahmenbedingungen sowie der ständigen technischen Weiterentwicklung keineswegs als Selbstverständlichkeit anzusehen“, betonte Kreishandwerksmeisterin Jochims. Sie machte deutlich, dass die Firmen Haake und Rampf „nicht nur mit Stolz feststellen können, dass sie den Bestand der jeweiligen Firma gewahrt haben, sondern dass sie durch eine kontinuierliche Marktanpassung die Eckpfeiler für die Zukunft gesetzt haben“.