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Eier durch Gipseier ersetzt Vorsichtiges Vorgehen gegen Delmenhorster Taubenpopulation

Von Thomas Breuer | 04.06.2018, 17:44 Uhr

Der Verein „Delmenhorster Stadttauben“ macht sich daran, die Taubenpopulation in Höhe des Bürgerbüros am westlichen Ende der Langen Straße zu verringern.

Am Westende der Langen Straße gibt es laut Verein „eine sehr große Taubenpopulation“. Wie groß, das wollten Mitglieder des Vereins jetzt wissen und sind unter die Brücke über die westliche Delme gestiegen.

Etwa zehn Tauben brüten in den Kanalrohren

Die stellvertretende Vereinsvorsitzende Nele Volberg stellte dabei fest, dass etwa zehn Tauben in den Kanalrohren sitzen und brüten – zu beiden Seiten auf Felsvorsprüngen, in den Abflussrohren und in Mauern. Während sie mithilfe einer Leiter aus den Nestern einer Seitenwand die Küken herauszog, wurde sie von Manuel Tittelbach und Henning Suhrkamp unterstützt.

Erster Flugversuch oft tödlich

„Die Jungtiere werden von ihren Eltern noch gefüttert“, berichtet Vorsitzender Suhrkamp von den Erkenntnissen aus der Kanalröhre. „Bei ihrem ersten Flugversuch schaffen sie die 15 Meter aus der Röhre nicht, stürzen ab und verenden.“

Die Taubenschützer holten bei ihrem Einsatz zwei Jungtiere heraus, sechs Eier wurden gegen Attrappen aus Gips ausgetauscht. Zurück ließen sie neben zwei Küken vier sehr weit ausgebrütete Eier, um das ungeborene Leben nicht zu gefährden.

Verschließen von Röhre als Ziel

„Wir stehen mit dem zuständigen Fachdienst der Stadt im Gespräch, um die Kanalröhre zu verschließen“, berichtet Suhrkamp. „Denn das Verschließen ist die einzige tierschutzgerechte Möglichkeit, hier die Tauben zu vergrämen. Leider nicht die beste Möglichkeit, da sie sich dann andere Plätze suchen.“

Verein besteht sein Ende April

 Der Verein „Delmenhorster Stadttauben“ hat sich erst Ende April gegründet. Ziel der Vereinsspitze ist das Schaffen von Taubenhäusern in der Innenstadt. Hierzu verweist sie beispielhaft auf die Stadt Augsburg.