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Ein Tag der Stille und des Gedenkens Delmenhorst und Ganderkesee erinnern an Kriegstote und Gewaltopfer

Von Lennart Bonk | 18.11.2018, 09:32 Uhr

Im November 1918 fand der Terror des Ersten Weltkriegs ein Ende. 100 Jahre nach dem Kriegsende wird am Sonntag, 18. November, in Deutschland der 99. Volkstrauertag begangenen.

Ein Tag der Stille und des Gedenkens ist mit dem 18. November angebrochen. In der gesamten Republik finden Gedenkveranstaltungen für die Opfer von Krieg und Gewalt statt. Als Gedenktag für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 1919 den Volkstrauertag als Gedenktag initiiert.

Kranzniederlegung am Denkmal auf dem Rathausplatz

In Delmenhorst legen traditionell der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Stadt Delmenhorst Kränze auf dem Rathausplatz nieder. Um 11.10 Uhr findet heute die Kranzniederlegung am Denkmal für die Kriegstoten statt. Musikalisch begleitet wird die Zeremonie vom Posaunenchor des evangelisch-lutherischen Kirchenverbandes Delmenhorst unter der Leitung von Holger Heinrich.

Stadtarchivar hält bei Gedenkstunde eine Rede

Um 11.30 Uhr beginnt in der Markthalle eine Gedenkstunde. Dabei geht Stadtarchivar Christoph Brunken auf geschichtliche Ereignisse im Großen und in der Stadt Delmenhorst ein. Außerdem wird das Ende des Ersten Weltkriegs thematisiert, das sich zum 100. Mal jährt. Zum Abschluss verliest Bürgermeister Hermann Thölstedt traditionell das Totengedenken. Den musikalischen Rahmen der Gedenkfeier gestaltet ebenfalls der evangelische Posaunenchor.

Zentrales Gedenken im Ganderkeseer Rathaus

Die zentrale Gedenkveranstaltung in Ganderkesee findet um 11 Uhr im Rathaus der Gemeinde statt. Die Gedenkfeier beginnt um 11.15 Uhr. Hans-Werner Aschoff von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Oldenburg hält die Ansprache. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee spielt unter der Leitung von Sabine Engelmann-Lemke. Nach der Gedenkfeier legen um 12 Uhr die Feuerwehr, Vereine und das DRK ihre Kränze am Ehrenmal an der Mühlenstraße nieder. Danach geht es zum Friedhof an der Kirche wo um 12.15 Uhr weitere Kränze niedergelegt werden sollen. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr begleitet die Niederlegung musikalisch. Auf dem Friedhof wird dann ein Schlusswort gesprochen.

Eingeschränkter Blumenverkauf am Volkstrauertag

Wer selbst Blumen niederlegen möchte, sollte beachten, dass der Verkauf von Blumen und Pflanzen nach dem Gesetz über die Ladenöffnungszeiten an den „stillen Tagen“, also am heutigen Volkstrauertag sowie auch am Totensonntag, 25. November, nur für die Dauer von drei Stunden erlaubt ist.