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Einblick ins Schausteller-Leben Delmenhorster blicken hinter Kramermarkt-Kulissen

Von Kai Hasse | 12.09.2017, 21:33 Uhr

Knapp 20 dk-Leser und Freunde haben nun einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Kramermarktes werfen können. Sie hatten bei einer Verlosungsaktion gewonnen und konnten das Leben der Schausteller aus erster Hand erfahren.

Einen direkten Blick hinter die Kulissen des Kramermarktes haben knapp 20 dk-Leser und Freunde nun werfen können. Die Teilnehmer hatten die Tour bei einer Verlosungsaktion unter dk-CARD-Nutzern gewonnen. Zwei Stunden lang zeigten ihnen Schausteller, wie sie arbeiten und leben.

231 Millionen Besucher in Deutschland

Die Führung übernahmen Symon Veldkamp und Danny Müller, beides Mitglieder von Familien, die seit Generationen im Schausteller-Metier arbeiten. Die stellten zuallererst die Bedeutung klar, die die Schaustellerei in Deutschland hat: 5000 Schaustellerbetriebe gäbe es in Deutschland, 3200 davon aktiv im Deutschen Schausteller Bund DSB. Sie arbeiten auf 9900 Volksfesten und 15.000 Weihnachtsmärkten und haben pro Jahr 231 Millionen Besucher. So berichtete es Müller. „Die Bundesliga hat im Jahr keine 13 Millionen“, sagte er, „Deutschland ist und bleibt ein Volksfest-Land.“ Probleme gäbe es in den vergangenen Jahren vor allem durch sich zunehmend verschärfende Vorschriften. Am Rande erklärte er jedoch auch, dass gerade in Delmenhorst die Zusammenarbeit mit den Behörden auf einer guten, direkten Ebene verlaufe.

Wahlheimat Delmenhorst

Für die Schausteller des Kramermarktes sei Delmenhorst stets ein wichtiger und beliebter Markt. Beispielsweise auch für Claudia Vespermann, Betreiberin des „Break Dancers“. Für sie sei Delmenhorst die Wahl-Heimat. Ihr wirbelndes Fahrgeschäft, das pro Veranstaltung denselben Strom verbrauche wie ein Privathaushalt pro Jahr, werde in dieser Form nicht mehr hergestellt, erklärte sie den staunenden Besuchern. Sie selbst hatte es von ihrer Mutter übernommen. Damit unterstrich sie die Bindung der Schausteller an ihre Geräte und ihre Familien. Die Besucher wurden neben dem „Break Dancer“ auch durch einen Süßwaren-Stand, zu einem Eisbetrieb, der Schlittenfahrt, zum Fröscheklopfen und in einen Ausschank-Betrieb geführt. Der Kramermarkt endet am Mittwochabend.