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Einbrecher machen keine Ferien Delmenhorster Polizei gibt Tipps für Urlaubsreise

Von Marco Julius | 29.07.2015, 16:47 Uhr

Gerade in der Urlaubszeit ist der Einbruchschutz ein wichtiges Thema. Die Polizei gibt Tipps, wie man beruhigt verreisen kann, ohne um sein Hab und Gut daheim fürchten zu müssen.

Urlaub, das soll die schönste Zeit des Jahres sein, Fernweh lockt, die Reisezeit ist da. Doch alle Erholung ist schnell dahin, wenn man spätestens bei der Heimkehr erfährt, dass sich in der Abwesenheit Einbrecher im Haus getummelt haben. Diebstahl und Einbruch sind für viele eine Schock auslösende Erfahrung. Neben dem rein materiellen Verlust bedeutet ein Einbruch schließlich eine erhebliche Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls.

Keine Urlaubsbilder öffentlich posten

Wer beruhigt in den Urlaub fahren will, der sollte daher im Vorfeld ein paar Dinge beachten. Die Polizei Delmenhorst gibt entsprechende Tipps und rät vor allem zur Vorsicht in sozialen Netzwerken. „Öffentlich gepostete Urlaubsbilder – insbesondere in Verbindung mit dem echten Namen des Urlaubers oder der Urlauberin – können potenziellen Einbrechern Hinweise auf eine längere Abwesenheit und somit auf ein leichtes Ziel geben“, sagt Polizeioberkommissar Andre Wächter. Dies gelte nicht nur für Landschaftsbilder, sondern auch für Selfies. „Hier können oft aus den Hintergründen Informationen entnommen werden. Solche Bilder sollten nicht öffentlich gepostet, sondern besser gezielt verschickt oder zumindest nur in geschlossenen Gruppen eingestellt werden“, empfiehlt Wächter. Zwar gebe es keine verlässlichen Zahlen, in wie vielen Fällen Einbrecher sich vorab im Netz schlaugemacht haben, Vorsicht sei aber immer geboten.

Gute Nachbarschaft ist der beste Schutz

Das gilt aber nicht nur in der digitalen Welt, sondern auch in der ganz realen. „Der beste Einbruchschutz ist immer noch eine gute Nachbarschaft“, erläutert Wächter. „Aufmerksame Nachbarn können nicht nur verdächtige Fahrzeuge oder Personen ansprechen oder der Polizei melden. Sie können auch den übervollen Briefkasten leeren, der auf eine längere Abwesenheit hindeutet“, sagt der Polizist. Dabei sollte man aber die entnommenen Papiere nicht für einen potenziellen Einbrecher durch das Fenster von außen gut erkennbar gestapelt im Haus ablegen.

Anwesenheit vortäuschen

Insgesamt könne das Vortäuschen von Anwesenheit helfen, Einbrüche zu verhindern. „Die Rollläden sollten tagesangepasst bedient und Mülltonnen geleert, Wäsche durch Freunde oder Nachbarn auf- und abgehängt, Gartenpflege betrieben oder auch Fensterbankdekorationen verändert werden“, rät der Experte. Außerdem sollte das Licht in den Räumen geschaltet werden. „Teilweise helfen hier Zeitschaltuhren oder andere Automatisierungen, aber auch hier können gute Nachbarn unterstützend helfen“, betont Wächter.

Die meisten Einbrecher kommen tagsüber

Übrigens erfolgen laut Polizei, entgegen landläufiger Meinung, die meisten Einbrüche häufig tagsüber. Auch hier nutzen die Täter meist die Abwesenheit der Bewohner. Nicht nur deshalb betont Wächter, dass die Präventionstipps nicht nur zur Urlaubszeit gelten, sondern ganz allgemein bei Abwesenheit befolgt werden sollten.