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Einer von 18 Pionierstandorten Projekt „Kirche findet Stadt“ im Delmenhorster Wollepark

27.08.2015, 18:45 Uhr

Das Nachbarschaftszentrum Wollepark des Diakonischen Werkes Delmenhorst/Oldenburg-Land ist im Rahmen des ökumenischen Projektes „Kirche findet Stadt“ als einer von bundesweit 18 kirchlichen Pionierstandorten ausgewählt worden.

Die Einrichtung hat laut Diakoniesprecher Frerk Hinrichs mit ihrer Arbeit im Sanierungsgebiet Wollepark überzeugt.

Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung

Über 70 Prozent der Wohnungen stehen leer. Vor allem Migranten, kinderreiche Familien und Sozialleistungsempfänger sind bereit oder aus finanziellen Gründen gezwungen, die Mietbedingungen hinzunehmen. Aktuell nimmt die Zahl zugewanderter EU-Bürger aus Rumänien und Bulgarien stark zu. Sie leben großenteils in äußerst prekären Wohnungs-, Arbeits- und Abhängigkeitsverhältnissen. Ihre schwierige Lebenssituation beeinflusst das Zusammenleben im Quartier deutlich und fordert die Aufmerksamkeit von Kommune, Kirchengemeinden und Diakonie. Das Nachbarschaftsbüro engagiert sich ganz praktisch für die Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung.

Partner können sich austauschen

Im Projekt „Kirche findet Stadt“ werden die Aktivitäten der verschiedenen Standorte zusammengefasst und Verbindungen hergestellt, um voneinander zu lernen. Die Probleme an den verschiedenen Standorten ähneln sich. „Deswegen ist es gut, wenn sich die Projektpartner über die verschiedenen Herangehensweisen austauschen“, erklärt Franz-Josef Franke, Leiter des Diakonischen Werkes Delmenhorst/Oldenburg-Land. Am ersten bundesweiten Treffen haben Diakonie-Vorstandsmitglied Anne Frerichs und Wiebke Machel aus dem Nachbarschaftsbüro teilgenommen. Für das Sanierungsgebiet arbeiten die Stadt und die GEWOBA aus Bremen als Sanierungsträger mit dem Diakonischen Werk zusammen. Kooperationspartner der Diakonie vor Ort sind die Evangelisch-lutherische Kirche und die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde in Delmenhorst.