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Eintrag ins Goldene Buch Ministerpräsident Stephan Weil zu Gast in Delmenhorst

Von Marco Julius | 17.05.2016, 20:49 Uhr

Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, hat am Dienstagnachmittag die Stadt Delmenhorst besucht. Bei einem Empfang im Rathaus hat er sich in das Goldene Buch eingetragen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich am Dienstagnachmittag in das Goldene Buch der Stadt Delmenhorst eingetragen. Weil, der erstmals in seiner Funktion als Landesvater zu Gast in Delmenhorst war, hatte sich zunächst mit dem Erzbischof der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Dr. Julius Hanna Aydin, getroffen . Anschließend gab es einen Empfang im Rathaus, zu dem Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben geladen waren. Im Anschluss machte sich Weil, angeführt von Oberbürgermeister Axel Jahnz, auf einen kurzen Gang zu Hertie, wo Werner Uhde (DIH) kurz den Stand der Umbau-Pläne erläuterte. Im Trabi von Jahnz ging es dann zur Nordwolle, wo Museumsleiter Dr. Carsten Jöhnk Weil das ehemalige Industrie-Areal und das Nordwestdeutsche Museum für IndustrieKultur vorstellte.

Gut informiert

Weil zeigte sich beim Empfang gut informiert über die Lage in Delmenhorst. Wichtigste Botschaft für die Stadt: Die Zusammenlegung der beiden Krankenhäuser werde in Hannover mit „großer Sympathie“ begleitet. Der Entscheidung über Fördergelder wollte Weil nicht vorgreifen, machte aber klar: „Beim Josef-Hospital Delmenhorst wird das, was wir uns abstrakt wünschen, praktisch gut umgesetzt.“

Dank an Delmenhorst

Seinen Dank sprach Weil der Stadt aus, weil sie in einer Zeit, als „das Land allein überfordert gewesen ist, zur Stelle gewesen ist“. Gemeint ist die Amtshilfe beim Thema Flüchtlinge. Weil betonte zugleich, dass zwar Massenobdachlosigkeit vermieden worden sei. die wahre Aufgabe, die der Integration, aber noch bevorstehe. Seine Bitte auch an die Delmenhorster: „Lassen Sie in Ihrem Engagement nicht nach. Integration ist eine Chance für die Stadt.“ Flüchtlinge und Asylsuchende könnten der Stadt „frisches, junges Blut“ zuführen.

Wucht des Strukturwandels

Lobende Worte fand Weil auch für die Sanierung der Markthalle und für die Pläne für das ehemalige Hertie-Gebäude. Delmenhorst, eine Stadt, die von der Wucht des Strukturwandels voll erwischt worden sei, zeige immer wieder, wie es geht. „Anerkennung und Respekt dafür, wie man hier immer wieder nach vorne schaut.“

Nicht das dicke Portemonnaie

Jahnz nutzte den Empfang für eine Rede, die als Imagekampagne für die Stadt gedruckt werden könnte, in der er aber auch stets zurückkam auf die Finanzmittel, die auch aus Hannover fließen müssten. „Wir haben nicht das dicke Portemonnaie, aber wir haben ein soziales Gesicht“, sagte der Oberbürgermeister. Er sprach Hertie an, das Wollepark-Quartier, die Krankenhaus-Fusion, die gelungene Flüchtlingsarbeit – und das große ehrenamtliche Engagement der Delmenhorster in vielen Bereichen.