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Elektromarkt will expandieren Bening plant Neubau am Standort Delmenhorst

Von Michael Korn | 01.08.2017, 09:34 Uhr

Die Elektro-Fachmarktkette Bening will an ihrem Delmenhorster Standort an der Stedinger Straße einen Neubau errichten. Das bestätigte dem dk Geschäftsführer Thomas Jacob am 31. Juli 2017.

Die Elektro-Fachmarktkette Bening plant einen Neubau an ihrem Delmenhorster Standort an der Stedinger Straße. Das bestätigte auf dk-Nachfrage Geschäftsführer Thomas Jacob. Vorgesehen ist eine Investition in Millionenhöhe, die im Idealfall auch die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes und einer Bankfiliale auf dem Grundstück beinhalten könnte.

Mehr Parkplätze, bessere Optik

Ein Neubau, der laut Jacob in zwei bis drei Jahren realisiert sein könnte, würde sich an der bestehenden Adresse weiter nach hinten verlagern, um ein größeres Parkplatzangebot und eine optisch ansprechende Fassaden- und Eingangsgestaltung zu ermöglichen. Bening hat im rückwärtigen Bereich auf angrenzende Grünflächen Ausweitungsoptionen. Das bestehende Gebäude gilt als nicht mehr zeitgemäß.

Im Interesse der Stadt

Auch die Stadt greift die Bening-Pläne in der Beratung des Einzelhandelskonzeptes für Delmenhorst am kommenden Dienstag im Planungsausschuss (ab 17 Uhr öffentlich im Rathaus) auf. In den Stellungnahmen zu dem Strategiepapier hatte Bening geäußert, dass die „Bestandsentwicklung“ des Fachmarktes „den städtischen Interessen entsprechen“ könnte. Konkret geht es für den Elektromarkt um eine Vergrößerung von derzeit 1300 auf bis zu 1800 Quadratmeter – zuzüglich Nahversorger und Bankfiliale. Für beide Nutzungen gebe es mehrere Interessenten.

Ausnahme für Bening

Die Stadtverwaltung gibt zwar zu bedenken, dass Sortimente wie bei Bening „vorzugsweise in der Innenstadt anzusiedeln sind“. Ausnahmen sollen aber laut Einzelhandelskonzept möglich sein. Danach wird Betrieben der erweiterte Bestandsschutz zugesprochen, wie sie die geplante Erweiterung darstelle. Auch andere Vergleichsmärkte in Delmenhorst wiesen eine ähnliche Größenordnung auf. Ein weiterer Nahversorger und eine Bankfiliale würden den Standort zu einem vollwertigen Nahversorgungszentrum aufwerten.

Bogen bis zu Penny

Das Einzelhandelskonzept geht sogar noch weiter und spannt einen Bogen von Bening bis zum benachbarten Penny-Markt. Der Discounter sei mit seiner Fläche von 700 Quadratmetern nicht mehr zeitgemäß und benötige eine deutliche Aufwertung, um seine Funktion zu erfüllen. Die Versorgungssituation im Norden der Stadt sei verbesserungsbedürftig. Durch Einbezug der Fläche zwischen den Betrieben werde eine städtebauliche Neuordnung entlang der Straße möglich. Das Konzept empfiehlt daher die Ansiedlung weiterer Anbieter aus dem kurzfristigen Bedarfsbereich.