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Elternbildungsangebot Projekt „Elterntalk“ wird 2017 in Delmenhorst fortgesetzt

Von Lennart Bonk, Lennart Bonk | 15.11.2016, 17:27 Uhr

Fernsehen, Internet, Computerspiele, Smartphones oder Erziehungsregeln im Allgemeinen: Diese Themen können Delmenhorster Eltern seit 2012 bei dem Projekt „Elterntalk“ mit anderen Erziehungsberechtigten, unter der Leitung von geschulten Moderatoren besprechen. Auch im kommenden Jahr soll die Initiative der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen fortgeführt werden.

Nachdem die Anschubfinanzierung der Landesstelle im Dezember letzten Jahres ausgelaufen ist, trägt die Stadt Delmenhorst, als Standtortpartner, das Projekt finanziell zur Hälfte mit. Die andere Hälfte wird durch die Richtlinie Familienförderung des Landes Niedersachsen beigesteuert. Für die Elternteile bleibt die Teilnahme kostenlos.

Akalan: „Auch die Väter spielen bei der Erziehung eine wichtige Rolle“

In der bisherigen Projektlaufzeit haben in Delmenhorst 1.148 Eltern an insgesamt 205 „Elterntalks“ teilgenommen. „Häufig nehmen Eltern mit Migrationshintergrund das Angebot wahr“, berichtet Martina Gaebel vom Fachdienst Jugendarbeit. Niedersachsenweit wurden mit 2.127 Gesprächsrunden circa 10.600 Eltern erreicht. Davon waren circa 95 Prozent Mütter. Um zukünftig auch verstärkt Väter für das Projekt zu begeistern, sollen im kommenden Jahr spezielle „Vätertalks“ in Angebot aufgenommen werden. „Auch die Väter spielen bei der Erziehung eine wichtige Rolle“, merkt Gülsüm Akalan, Regionsbeauftragte des Projektes, an.

Themenvielfalt wird im kommenden Jahr erweitert

Beim „Elterntalk“ wird in einer Gruppe von bis zu sieben Elternteilen unter der Leitung von einer Moderatorin ein Thema besprochen. Dabei lädt in der Regel ein Elternteil die Gesprächsrunde in die eigenen vier Wände ein. „Die Talks können auch in öffentlichen Institutionen wie Schulen oder Nachbarschaftszentren stattfinden“, erklärt Akalan. Vom Medienumgang über Erziehungsregeln bis hin zum gesunden Aufwachsen, kann aus sechs Themen gewählt werden. Im nächsten Jahr kommt das Thema „Bildung und Gleichberechtigung – die Rechte unserer Kinder“ hinzu.