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Empfang in Ahmadiyya-Gemeinde Brinkumer Nasir-Moschee sucht das Gespräch

Von Dirk Hamm | 17.01.2015, 17:32 Uhr

Die Gläubigen der Brinkumer Nasir-Moschee bemühen sich um Offenheit und Transparenz. Am 25. Januar laden sie zum Neujahrsempfang ein.

Nicht nur geladene Gäste, sondern alle interessierten Bürger sind am Sonntag, 25. Januar, ab 11.30 Uhr zum Neujahrsempfang in der Nasir-Moschee an der Marie-Curie-Straße in Brinkum eingeladen. „Wir erhoffen uns viele interessante Gespräche“, sagt Mujib Ata von der Gemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat, deren Zentrum in der Nordwest-Region die Nasir-Moschee ist.

Die Reformgemeinde erweitert erstmals ihren Veranstaltungskalender um einen Neujahrsempfang. Dieser sei zwar schon im vergangenen Jahr geplant worden, sagt Ata. Doch jetzt, nach den schrecklichen Ereignissen von Paris, sei es umso wichtiger, dass Muslime und Nichtmuslime miteinander sprechen und sich „offen und ehrlich“ austauschen. „Wir sind für ein gesundes Miteinander im Sinne des Friedens“, betont Ata.

Innensenator Mäurer spricht ein Grußwort

Nach der Begrüßung sprechen am Mittag Bremens Innensenator Ulrich Mäurer und Abdullah Uwe Wagishauser, Vorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland, Grußworte. Anschließend ist eine Spendenübergabe vorgesehen: Der Erlös aus den Startgeldern beim dritten Charity Walk & Run, den die Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat im vergangenen Jahr in Bremen veranstaltet hat, kommt der Kinderkrebsstiftung Bremen und dem Verein Humanity First zugute. Laut Mujib Ata werden insgesamt rund 3500 Euro an die beiden gemeinnützigen Organisationen übergeben. Nach einer Baumpflanzung klingt der Neujahrsempfang gemäß dem Programm ab 13.15 Uhr bei Erfrischungen und Snacks langsam aus.

Ahmadiyya-Muslime werden in einigen Ländern verfolgt

Die im 19. Jahrhundert in Indien begründete Reformgemeinschaft mit weltweit rund 10 Millionen Anhängern stellt eine Minderheit innerhalb des Islam dar, die sich in mehreren muslimischen Ländern der Verfolgung ausgesetzt sieht. Zu ihren Grundsätzen gehört die Trennung von Staat und Religion. „Auch wir fühlen uns durch Mohammed-Karikaturen provoziert. Aber wir setzen nicht Gewalt, sondern die Kraft des Wortes dagegen“, erklärt Mujib Ata.