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Engelbart hat ehrgeizige Ziele Neues Kia-Autohaus in Delmenhorst eröffnet

Von Thomas Breuer | 20.03.2015, 16:06 Uhr

Am Hasporter Damm gibt es ein neues Autohaus. Engelbart setzt zusätzlich zur Stammmarke Toyota nun auch auf Kia. 1,2 Millionen Euro sind investiert worden.

Die Ziele sind ehrgeizig. 200 Neufahrzeuge sowie 150 gebrauchte Autos möchte Manfred Engelbart im laufenden Jahr über sein neues Kia-Autohaus am Hasporter Damm an die Frau oder den Mann bringen und 2016 noch einmal zulegen – auf 250 beziehungsweise 180 Stück. Am Freitag hat er das in neunmonatiger Bauzeit entstandene Autohaus schräg gegenüber seinem Toyota-Stammsitz rund 80 geladenen Gästen vorgestellt, unter ihnen Oberbürgermeister Axel Jahnz und der Chef von Kia Deutschland, Jin-Ha Kim.

„Erdbebensicheres Haus“

Wenn der Autohändler Manfred Engelbart in Fahrt ist, dann sagt er Sätze wie: „Das ist jetzt das einzige Haus in Delmenhorst, das erdbebensicher ist.“ Damit spielt er in launiger Weise auf die dem Bau vorangegangene Bodensanierung an. Zunächst mussten Teile einer alten Müllkippe beseitigt werden und dann Betonsäulen errichtet werden, weil in 1,80 Meter Tiefe Torf entdeckt worden war. Dieses Kapitel ist inzwischen abgehakt.

Ausstellungsfläche für zwölf Autos

Das neue Autohaus mit seinen 500 Quadratmetern lichtdurchfluteter Ausstellungsfläche bietet Platz für ein Dutzend Fahrzeuge. Acht neue Arbeitsplätze sind entstanden, bis zu 15 sollen es perspektivisch werden. Nicht nur im Verkauf, sondern auch im von Toyota völlig getrennten Service- und Werkstattbereich. Die Sozialräume sind in einem direkt angrenzenden Wohnhaus eingerichtet worden, das ebenfalls umgebaut werden musste. Insgesamt, sagt Engelbart, habe man 1,2 Millionen Euro in den Standort investiert.

Zweitmarkte als strategische Entscheidung

Der Unternehmer, seit 46 Jahren als selbstständiger Autohändler tätig, hält das Vertrauen in eine zweite Marke für den genau richtigen Schritt. „Um die Zukunft zu gestalten, brauchen wir eine breitere Basis“, sagt er. „Die haben wir mit Kia.“ Die südkoreanische Marke biete Fahrzeuge, die die Toyota-Palette ergänzen. „Damit kannibalisieren wir uns nicht selbst“, so Engelbart.

Dass die Rechnung aufzugehen scheint, zeigte schon das vergangene Jahr. Seit März veräußerte Engelbart in provisorischen Verkaufräumen nach eigenen Worten bereits 150 Kia-Fahrzeuge. Zusammen mit den 2014 vor Ort abgesetzten 600 Toyotas und 500 Gebrauchtfahrzeugen eine beachtliche Zahl. Oberbürgermeister Jahnz meinte: „Dieses Haus hat einen guten Geist – und ein Haus mit gutem Geist kann auch investieren.“