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Entscheidung im Ortsrat Hasbergen Deichhausen soll zwei neue Ampeln bekommen

Von Mareike Bader | 31.08.2017, 20:45 Uhr

Die Überquerung der Stedinger Landstraße ist wegen des zu schnellen Autoverkehrs riskant. Der Ortsrat Hasbergen sprach sich für zwei neue Ampeln aus.

Vor einem Jahr wurde der Kinderspielplatz „Marschweg“ eröffnet. Der Weg dorthin ist für viele Einwohner von Deichhausen mit einer Querung der Stedinger Landstraße verbunden. Doch die Autos fahren dort, wie auf anderen Hauptachsen der Stadt, viel zu schnell. „Man kann hier nicht mehr leben“, sagte Kurt Freimuth (Bürgerforum) über die gesunkene Lebensqualität bei der Ortsratssitzung am Mittwoch.

„Wenn man den Spielplatz erreichen will, muss man die Stedinger Landstraße überqueren“, betonte Peter Holzenkämpfer (CDU). „Die Quote an Verstößen ist auffällig“, sagte Hendrik Abramowski, Leiter des Fachdienstes Verkehr der Stadt Delmenhorst, über bisherige Geschwindigkeitsmessungen dort. Er stellte mehrere Möglichkeiten für eine Fußgängerampel vor.

Zwei Ampeln favorisiert

Am Ende sprach sich der Ortsrat für gleich zwei Ampeln aus: Zum einen eine Fußgängerampel am Weg von der Straße Hamm zu An der Bahn. Allerdings soll diese Ampel zusätzlich geschwindigkeitsinduziert sein – also auf Rot umspringen, wenn jemand schneller als zum Beispiel 70 Stundenkilometer fährt, wie an der Bremer Straße. „Dann kommen wir mit den veranschlagten 80.000 Euro nicht aus“, erläuterte Hendrik Abromowski. Dennoch stimmten die Mitglieder einheitlich für den Antrag. Das letzte Wort hat allerdings der Stadtrat.

Zweite Ampel an der Kreuzung zur Stromer Landstraße

Eine zweite Ampel könnte an der Kreuzung Stromer Landstraße/An der Bahn entstehen. Hier favorisiert die Stadt sogar eine Ampel für den kompletten Verkehr. „Wenn es gut läuft, würden wir beide Anlagen bekommen“, sagte Hendrik Abramowski.

Da der Autoverkehr zu 95 Prozent über die beiden Landstraßen verlaufe, sei hier das Land Niedersachsen zuständig, erläuterte Abramowski. Die Stadt habe einen entsprechenden Antrag an die zuständige Landesbehörde gestellt, fuhr er fort. Zwei weitere mögliche Stellen wurden von Seite der Stadt verworfen. Als kurzfristige Maßnahme soll die Fußgänger- und Radfahrerfurt an der Bushaltestelle rot eingefärbt werden.

Die zweite Variante sorgte erst für eine Diskussion im Ortsrat. Einige Ortsräte befürchteten, dass sich durch eine Ampelanlage der Berufsverkehr zu sehr stauen könnte. Abramowski konnte die Skeptiker beschwichtigen. Moderne Ampelanlagen könnten sehr gut auf den Verkehr reagieren: „Zu Verkehrsstauungen wird es nicht kommen, das kann ich mir nicht vorstellen.“