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Entscheidung naht Stadt Delmenhorst sucht nach neuem Platz für Wappen

Von Marco Julius | 14.07.2017, 08:28 Uhr

Die Bronzetafeln, die auf Delmenhorsts Partnerstädte hinweisen, erhalten einen Standort beim Rathaus. Doch wohin kommen die Mosaikwappen der Stadt Delmenhorst und des Grafen zu Oldenburg?

Rund 30 Jahre lag das Wappen der Stadt Delmenhorst als Mosaik den Flaneuren und Einkaufslustigen in der Fußgängerzone zu Füßen, bis es dann 2014 für die Neupflasterung weichen musste. Das Wappen aus der Langen Straße wurde behutsam entfernt und gesichert. Gleiches gilt für das Wappen „Graf zu Oldenburg“, das sich lange in der Bahnhofstraße befand. Für beide Wappen, das hatte die Stadtverwaltung stets betont, sollte ein neuer Platz gefunden werden. Noch sind die Steine eingelagert. Aber das soll bald vorbei sein.

Entscheidung fällt in Kürze

„Die Entscheidung steht für beide Wappen kurz vor dem Abschluss“, teilt Stadtsprecher Timo Frers auf Nachfrage mit. Dass die Wappen einen neuen Platz am Grafttaufgang an der Bismarckstraße finden werden, dort wo bereits der Eber steht, konnte Frers weder bestätigen noch dementieren: „Die Gespräche laufen.“

Ortwin und Ursula Zielke, besser bekannt als Jan Tut und Mett Siewers, glauben, dass die Entscheidung für den Standort bereits gefallen ist. Sie hielten den Platz an der Bismarckstraße zumindest für keine gute Wahl. Die beiden Stadtführer teilen mit: „Man nimmt erneut touristisch gut vermarktbare Objekte aus der Innenstadt heraus. Glauben die Entscheidungsträger wirklich, dass auch nur ein fremder Gast oder auch nur ein Delmenhorster diesen Platz findet? Oder diesen sucht, um sich diese Wappen dort anzusehen?“ Jan Tut und Mett Siewers schlagen vor, die Wappen links und rechts vom Rathauseingang auf dem Bismarckplatz zu verorten. Dort sei es auch gut möglich, die Wappen in Stadtführungen einzubeziehen. Der geplante Platz am Graftaufgang der Bismarckstraße sei Unsinn.

Bronzene Tafeln für Partnerstädte

Unterdessen laufen laut Frers die Ausschreibungen für die Neugestaltung der Wappen der Partnerstädte. Bronzene Tafeln sollen die Verbundenheit mit Allonnes (Frankreich), Borisoglebsk (Russland), Eberswalde (Brandenburg/Deutschland), Kolding (Dänemark) und Lublin (Polen) zum Ausdruck bringen. Die neuen Bronzeplatten werden einen Platz in der Nähe des Ehrenmals am Rathausplatz erhalten. „Die Platten sind übergehbar, sie werden auf Niveau des Pflasters verlegt. Sie sind jeweils 60 mal 40 Zentimeter groß“, erläutert Frers. Die Auftragsvergabe für diese Wappen stehe kurz bevor.