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Entspannung auf Kundenparkplätzen Weniger Wildparker im Gewerbegebiet am Dreieck Stuhr

Von Dirk Hamm | 26.03.2015, 21:04 Uhr

Im Gewerbegebiet am Autobahndreieck Stuhr hat sich das Problem wild parkender Lastwagen spürbar entschärft. An der A1 sollen weitere Rastplätze entstehen.

Zugestellte Kundenparkplätze, sich täglich massenhaft ansammelnder Müll und blockierte Zufahrten – wild parkende Lastwagen haben noch im vergangenen Jahr für großen Unmut im Gewerbegebiet Groß Mackenstedt-Nord am Autobahndreieck Stuhr gesorgt. Gewerbetreibende, Gemeinde und Polizei haben mit Einzäunungen, Parkverboten und mehrsprachigen Hinweisschildern reagiert. Inzwischen ist der Ärger zu einem großen Teil verraucht: „Die Situation hat sich spürbar verbessert“, bilanziert Hartmut Martens, Fachbereichsleiter für Verkehr, Ordnung und Soziales im Stuhrer Rathaus.

Die Gewerbetreibenden äußern durchaus Verständnis für die Brummifahrer, die Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten haben. „Der Lkw-Verkehr nimmt immer mehr zu auf den Autobahnen, und die Fahrer müssen in den Ruhezeiten irgendwo bleiben“, meint etwa Henning Adler, Geschäftsführer des Media Markts am 3-K-Weg. Doch die Situation sei zwischenzeitlich untragbar geworden, viele Lastwagenfahrer stellten ihr Fahrzeug auf dem Kundenparkplatz ab, um die Gebühr im nahegelegenen Autohof zu sparen oder weil dort die Kapazitäten erschöpft waren. „Teilweise war gar kein Parkplatz mehr für unsere Kunden frei, die Fahrer versorgten sich auf dem Parkplatz selbst mit einem Grill, und in dunklen Ecken wurde uriniert“, berichtet Adler.

Straßenbaubehörde plant Baubeginn für neue Parkplätze an der A1 ab 2016

Die Reaktion darauf brachte einen durchschlagenden Erfolg: Im September vergangenen Jahres wurde die Parkfläche von Media Markt und Roller komplett umzäunt, die zwei Zugänge werden abends verschlossen. Auch das Bauhaus sperrt auf gleiche Weise die unliebsamen Wildparker über Nacht aus. Im Zusammenspiel mit der Polizei richtete die Gemeinde zudem Parkverbotszonen ein, da auch außerhalb der Kundenparkplätze abgestellte Laster Zufahrten versperrten.

Pläne der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr könnten die Parksituation im Gewerbegebiet noch weiter entspannen. Nach Auskunft von Joachim Delfs, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Behörde, sollen ab 2016 zwischen der Autobahnanschlussstelle Bremen/Brinkum und dem Ahlhorner Dreieck sieben Rastplätze neu entstehen oder erweitert werden.