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Entwicklung im Wollepark Eine echte Chance für Delmenhorst

Meinung – Thomas Breuer | 14.07.2015, 20:26 Uhr

dk-Redakteur kommentiert die Ersteigerung von fünf Wollepark-Blocks durch die Stadt Delmenhorst.

Wir erinnern uns: Die Stadt hat in jüngerer Vergangenheit schon einmal ein markantes Gebäude gekauft, um es der Abrissbirne zu übergeben – Ende 2006 für drei Millionen Euro das Hotel am Stadtpark. Die Vorzeichen waren andere: Der Kaufpreis wurde in Teilen aus Spenden finanziert, nachdem die Umwandlung in ein rechtes Schulungszentrum gedroht hatte.

Doch die Pläne, was auf der Fläche geschehen sollte, waren ähnlich ambitioniert wie jetzt im Wollepark. Leider hat sich dann außer ein paar Überlegungen zu Bauvorhaben, die unter dem Namen „Graftbogen“ publik gemacht wurden, nicht viel bewegt. Zuletzt wurden Blumen gepflanzt.

Städtebaulicher Akzent möglich

Solch eine müde Entwicklung darf sich für den Wollepark nicht wiederholen. Vielmehr bietet die frisch ersteigerte Fläche die Chance, mit Fördergeldern einen städtebaulichen Akzent zu setzen. Möglichst schnell sollte nun daran gearbeitet werden, den dortigen „Ghetto“-Charme zu beseitigen.

Der Zugriff auf das Areal bietet eine echte Chance und sollte nicht der letzte Schritt im Wollepark sein. Es lohnt sich, dort für Steuergelder weitere Flächen zu erstehen, wenn Nachnutzung und Neuvermarktung diesen Schritt rechtfertigen.