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Entwicklung in Delmenhorster City Hertie-Investor freut sich über Lebensmittelmarkt

Von Thomas Breuer | 25.06.2015, 20:04 Uhr

„Das ist toll“, kommentiert Werner Uhde (DIH) die geplante Neueröffnung im Selve-Haus. Ein Lebensmittelgeschäft habe er selbst „nicht primär auf dem Zettel gehabt“.

Die für Mitte August geplante Eröffnung eines Lebensmittelmarktes im Selve-Haus wird sich laut Werner Uhde nicht nachteilig auf die Wiederbelebung des benachbarten Hertie-Gebäudes auswirken. Im Gegenteil: Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Deutschen Immobilien Holding (DIH), die das Hertie-Haus gekauft hat, begrüßt die Entwicklung ausdrücklich. „Das ist toll“, sagte er auf Nachfrage. „Es tut dem Standort gut.“

Konzept für Hertie-Haus noch geheim

Zwar lässt sich Uhde nach wie vor nicht in die Karten schauen, wie das Hertie-Konzept aussehen könnte, doch er sagt: „Ein Lebensmittelgeschäft hatten wir nicht primär auf dem Zettel.“ Nach seinen Worten würde ein Geschäft dieser Branche „zu viel Platz wegnehmen im Erdgeschoss“ – und für Lebensmittel würden die Menschen nicht gerne mit der Rolltreppe in andere Etagen fahren.

Vor anderthalb Jahren, sagt Uhde, sei er mit der Firma Inkoop zum Thema zwar einmal im Gespräch gewesen. Doch auch die Vorstellungen des Handelsunternehmens, sich zunächst nicht allzu langfristig zu binden, hätten weitergehende Unterredungen gestoppt.

Inkoop geht es behutsam an

Gegenüber unserer Zeitung hatte Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken gesagt, man wolle im Selve-Haus zwar sehr langfristig planen, binde sich zunächst aber nur für drei Jahre. Zweimal schon sei es für das Unternehmen in der City nicht ganz wunschgemäß gelaufen: vor mehr als etwa 45 Jahren mit einem Spar-Markt und im Frühjahr 2009, als das Hertie-Aus auch die Schließung der Inkoop-Filiale im Untergeschoss des Gebäudes mit sich brachte.

Öffnungszeiten wie im Umfeld

Über die Öffnungszeiten wird noch intern beraten. „Spätestens um 9 Uhr“, sagt Oetken, „werden wir öffnen, abends könnte es auf 19 Uhr oder 19.30 Uhr hinauslaufen.“ Bei der genauen Festlegung werde man sich am Umfeld und an den in der City vorgelebten Kernöffnungszeiten orientieren.

Über Parkplätze nicht gesprochen

Parkplätze in Marktnähe sind laut Oetken zu keinem Zeitpunkt Gegenstand einer Diskussion gewesen. „Die brauchen wir auch nicht“, sagt der Geschäftsführer, „die Erfahrungen haben wir gemacht.“ Soll heißen: Wie zu Zeiten im Hertie-Untergeschoss werden im entstehenden Citymarkt nahezu ausschließlich Kunden erwartet, die eine kleine Anzahl von Artikeln kaufen. „Wahrscheinlich werden wir auch keine Einkaufswagen haben, sondern nur Einkaufskörbe“, so Oetken.

Zum Stand bei Hertie sagte Uhde: „Wir sind da weiter mit Begeisterung, Schwung und Ideen dran.“ Details würden zum gegebenen Zeitpunkt gemeinsam mit der Stadt öffentlich gemacht.