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Ergebnis einer Laborprobe vorgelegt „Katastrophaler“ Boden in der Delmenhorster Graft

Von Frederik Grabbe | 24.06.2016, 11:11 Uhr

Das Aktionsbündnis „Rettet die Graft“ und der SPD-Ortsverein Deichhorst-Stadtmitte haben auf eigene Faust Bodenproben aus der Graft entnommen und nun einer Mitteilung deren Laborergebnisse vorgestellt. „Es weist katastrophale Werte auf“, beschreibt der Ortsvereinsvorsitzende Thore Wintermann.

So sei der Boden mit einem pH-Wert von 4,2 versauert, die Spurenelemente Mangan, Eisen und Zink seien stark erhöht und wiesen auf einen stark beschädigten Boden hin. Dem Befund des „Raiffeisen-Laborservice“ in Ormont ist zu entnehmen, dass die „suboptimalen chemischen Bodeneigenschaften ursächlich sind für das großflächig auftretende Absterben der Gehölze. Da die Flächen mitunter monatelang wiederholt überschwemmt waren, ist mit irreversiblen Schäden zu rechnen.“ Weiter heißt es, Wurzelgesundheit und -aktivität seien massiv gestört. Abhilfe könnte eine Beseitigung der Staunässung, eine Tiefenlockerung und eine Gesundungskalkung bieten. (Weiterlesen: Keinen Schritt weiter bei Delmenhorster Graftrettung)

Verantwortlichkeit beim Baumsterben ist für Bündnis und Ortsverein klar

Aktionsbündnis und Ortsverein machen für das Baumsterben in der Graft den Stopp der Trinkwasserförderung verantwortlich. (Weiterlesen: Themenportal Graftrettung)

Weitere Proben werden nun eingefordert

Das Aktionsbündnis hat das Laborergebnis unter der Adresse www.die-graft.de ins Netz gestellt. Der SPD-Ortsverein betont, dass die Probe einem zufällig gewählten Bereich entnommen wurde und kein umfassendes Bild über die Bodenbeschaffenheit der Graft bietet. Darum fordert er nun weitere Untersuchungen und ein aussagefähiges Bodenkataster für die von der Vernässung betroffenen Gebiete.