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Erinnerungsprogramm mit Lesung Vier Säulen des Gedenkens an die Reichspogromnacht

Von Kai Hasse | 02.11.2017, 17:52 Uhr

Die Jüdische Gemeinde Delmenhorst plant zum Gedenken an die Reichpogromnacht vier Veranstaltungen in Dazu gibt es auch eine Lesung.

Ein umfangreiches Programm wird es in Delmenhorst zum Gedenken an die Reichspogromnacht vor 79 Jahren geben. Vier Säulen sind für die Zeit um den 9. November eingeplant.

Gemeinsamer Gang zum Friedhof

Am Haupttag des Gedenkens, dem 9. November selbst, wird es ab 11 Uhr ein Treffen in der Jüdischen Gemeinde in der Louisenstraße 34 geben. Sprecher sind dann Pedro Benjamin Becerra, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst, außerdem Oberbürgermeister Axel Jahnz, Pfarrer Enno Konukiewitz von der Allianz christlicher Kirchen, Norbert Boese vom Freundes- und Förderkreis der Jüdischen Gemeinde und Rabbinerin Alina Treiger. Anschließend gibt es einen Gedenkgang zum jüdischen Friedhof in der Syker Straße. Am Abend wird die Autorin Jacqueline Roussety aus ihrem Buch „Wenn das der Führer sähe“ in der Jüdischen Gemeinde lesen. Das Buch beschreibt ergreifende Schicksale aus der Zeit nach 1945.

Alle Kirchen gedenken zusammen

Bereits am Vorabend, 8. November ab 20 Uhr, gibt es einen kooperativen Gottesdienst aller christlicher Kirchen der Stadt in der St-Johannes-Kirche in der Elsflether Straße. Ein wichtiger Punkt wird noch an den Tagen zuvor stattfinden: Norbert Boese will mit Delmenhorster Schülern die 37 Stolpersteine in der Stadt blankputzen und eine Rose auf ihnen ablegen. Damit will er die Erinnerungsarbeit mit Schülern pflegen.