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Erste Ergebnisse aus der Sendung Aktenzeichen XY: Hinweise zum Verschwinden von Uta Flemming

Von Julia Mausch | 20.01.2016, 08:43 Uhr

jma/sen Osterholz-Scharmbeck. Es ist der der 3. Juli 1985: Uta Flemming verlässt das Haus, um eine Freundin zu besuchen. Dort wird die Schülerin aus Osterholz-Scharmbeck das letzte Mal gesehen. In der Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ wurde der Fall neu aufgerollt. Nach der Sendung gingen erste Hinweise zu ihrem Verschwinden ein.

Gut 30 Jahre ist es her, dass Uta Flemming vermisst wird. Seit Herbst 2014 hat die Staatsanwaltschaft Verden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Der Verdacht: ein Tötungsdelikt. Einen Tatverdächtigen gibt es aber bislang nicht. Das könnte sich womöglich ändern, denn die Polizei hat sich mithilfe der Sendung „Aktenzeichen XY“ nun an die Öffentlichkeit gewandt und den Fall der vermissten Flemming aus Osterholz-Scharmbeck nachgestellt.

(Weiterlesen: Nach 30 Jahren: Polizei rollt Vermisstenfall wieder auf)

Seit dem 3. Juli 1985 wird Uta Flemming, die damals 17 Jahre alt gewesen ist, vermisst. Die Gymnasiastin hatte am Nachmittag das Eltern-Haus verlassen, um eine Schulfreundin zu besuchen. Dort angekommen, klingelte sie an der Haustür, wie eine Gärtnerin, die im Garten der Familie arbeitete, später der Polizei sagte. Danach, gegen 16.30 Uhr, verliert sich die Spur von Flemming. Nachdem sie am Abend nicht nach Hause kommt, geben die Eltern am nächsten Tag eine Vermisstenanzeige bei der Polizei auf.

Mit einem schwarzen Rad unterwegs

Trotz einer Vermisstenanzeige, verschiedenen Handzetteln, mit denen Klassenkameraden nach Uta Flemming suchen und Suchanzeigen der Polizei in verschiedenen Tageszeitungen, bleiben Hinweise aus, wo sich die Schülerin, die damals die elfte Klasse des Gymnasiums Loger Straße in Osterholz besuchte, aufhält. Was bekannt ist: Die Schülerin war damals 1,67 Meter groß, hatte dunkle Haare und trug einen Pagenschnitt. Am Tag ihres Verschwindens trug sie eine türkis-blaue Windjacke, eine gelbe Stoffhose und schwarze Sandalen. Sie war mit einem schwarzen Damenfahrrad der Marke Kalkhoff von zu Hause weggefahren. Das Rad wurde nie gefunden. („Aktenzeichen XY“ sucht Täter der Silvesternacht: Erste Ergebnisse)

Polizei benötigt weitere Hinweise

Polizei und Staatsanwaltschaft bitten erneut um Hinweise, die zum Verbleib der mittlerweile für tot erklärten Uta Flemming neue Informationen geben können. Mit einem Appell der Familie an den möglichen Täter wandte sich Staatsanwältin Annette Markquardt aus Verden in der Sendung am Mittwoch an diejenigen, die womöglich wissen, wo Uta Flemming heute ist oder was mit ihr damals passiert ist. „Wir möchten Frieden finden, bitte geben Sie uns Uta zurück“, richtet sich die Familie in einem Brief an die Zuschauer. Marquardt betonte, dass sich auch diejenigen melden sollen, die ein „auffälliges Verhalten von Männer gegenüber jungen Frauen“ bemerkt haben. Auch sollen sich Menschen melden, die von sexuellen Übergriffen wissen, die in dem Zeitraum des Verschwindens nicht angezeigt wurden. Telefonnummer: 04231/806-0.

Erste Hinweise nach der Sendung

Der Fall der verschwundenen Schülerin, die heute 48 Jahre alt wäre, bewegte die Zuschauer sehr. Bereits während der Sendung gingen mehrere Hinweise zum Fall Uta Flemming im Studio ein. Darunter befanden sich laut Informationen des ZDF vor allem Hinweise zu dem schwarzen Fahrrad Flemmings.

Lesen Sie hier: Hunderte Hinweise auf ehemalige RAF-Terroristen nach Aktenzeichen XY.