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Erster Dankesabend Ehrenamtliche Delmenhorster Diakonie dankt ihren „Engeln“

Von Frederik Grabbe | 01.12.2017, 19:35 Uhr

Die hiesige Diakonie hat am Freitag rund 100 Ehrenamtlichen sprichwörtlich den roten Teppich ausgerollt. Mit einer Dankesfeier im Commedia auf der Nordwolle richtete sich der Wohlfahrtsverband an all jene, die sich unentgeltlich in jüngster Zeit vor allem um die Flüchtlingshilfe in der Stadt verdient gemacht haben. Insgesamt 190 aktive Helfer zählt Ehrenamtskoordinatorin Wiebke Machel derzeit insgesamt.

Die Dankesfeier, die erste ihrer Art bei der Diakonie, sollte vor allem zum Ausdruck bringen, wie unglaublich stolz sie bei dem Verband auf ihre Ehrenamtlichen sind. „Es ist unglaublich, wie spontan und zuverlässig Ihr Eure Hilfe anbietet“, so Machel. Sie betonte auch, wie wertvoll die Ehrenamtlichen für die Hauptamtlichen in den Einrichtungen der Diakonie, wie etwa die Nachbarschaftsbüros im Wollepark und in Düsternort, sind.

Hilfe im Jugendhaus Horizont

Zu den 100 Helfern beim Dankesfest gehörte unter anderem Ursula Goede (69): „Im Jugendhaus Horizont gebe ich seit zwei Jahren einmal die Woche niedrigschwelligen Deutschunterricht. Zudem organisiere ich einen freien Treff, in dem Flüchtlinge ihre Sprachkenntnisse ausprobieren können. Teilweise sind sie noch nie zur Schule gegangen“, sagt sie.

Begleitung in Krankenhäusern

Hans-Dieter Gröne (74) gibt im Nachbarschaftsbüro im Wollepark Deutschkurse, der Flüchtlinge auf die Sprachlehrgänge der VHS vorbereitet. „Zudem fahre ich zusammen mit einer Dolmetscherin kranke Geflüchtete in Krankenhäuser.“ Grönes Überzeugung ist, dass gerade die Frauen unter den Flüchtlingen die Stärkeren sind.

Unterstützung bei Übersetzungen

Maral Sourati (27) lebt seit drei Jahren in Deutschland. Die geborene Iranerin hat mittlerweile den deutschen Pass und hilft im Nachbarschaftsbüro Düsternort bei Übersetzungen ins Deutsche, unterstützt Flüchtlinge bei Arztbesuchen oder beim Schreiben von Bewerbungen.

Ehrenamtlilche sind „Engel“

Dietrich Jaedicke, Kreispfarrer im Vorstand des Diakonischen Werks, verglich die Ehrenamtlichen unter Bezug auf die Adventszeit mit „Engeln“, die Gottes Nähe verkörperten.