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Erster Infostand am 21. Mai Amnesty will Gruppe in Delmenhorst gründen

Von Frederik Grabbe | 07.05.2016, 13:23 Uhr

Die weltweit tätige Menschenrechtsorganisation Amnesty International möchte in Delmenhorst eine neue Gruppe gründen. Sie plant Infostände in der Delmenhorster City, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.

Die weltweit tätige Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) möchte in Delmenhorst eine neue Gruppe gründen. Dies geht aus einem Schreiben des Bezirks Bremen-Weser-Ems hervor. „Gibt es genug Menschen in Delmenhorst, die das Schicksal zu Unrecht Verfolgter und Diskriminierter nicht kalt lässt und die gegen Menschenrechtsverletzungen weltweit etwas tun möchten?“, fragt sie darin.

Infostände vor C&A

Um eine Antwort auf die selbstgestellte Frage zu finden, wird Amnesty International ab Mai mehrere Informationsstände in der Fußgängerzone aufbauen. Der erste soll am 21. Mai von 11 bis 14 Uhr an der Langen Straße 30 vor C&A errichtet werden. Dabei sollen Petitionslisten zu aktuellen Fällen von Menschenrechtsverletzungen ausgelegt werden. Dadurch, so die Hoffnung, sollen nicht zuletzt auch neuen Mitgliedern gewonnen werden. (Weiterlesen: Themenseite Amnesty International - Nachrichten und Informationen im Überblick)

Amnesty International erinnert unter anderem an den Blogger Raif Badawi aus Saudi-Arabien, der laut der Organisation 1000 Peitschenhiebe erhalten soll, weil er sich im Internet kritisch über die Regierung geäußert haben soll. Sie nennt auch den chinesischen Schriftsteller und Menschenrechtler Yang Maodong oder den in Russland inhaftierten Aktivisten Rafis Kashapov, der sich für die Rechte der Tataren einsetzte.

Auf Menschenrechte

aufmerksam machen

„Alle verdienen unsere Unterstützung, denn alle haben nur ihre Menschenrechte wahrgenommen. Wir helfen auch verfolgten Menschen, bei uns Asyl zu erhalten“, so Amnesty International in dem Schreiben. „Die Regierungen der Welt tun sich schwer damit, andere Regierungen wegen Menschenrechtsverletzungen anzuklagen, es sei denn, es passt ins politische Konzept. Deshalb muss es Organisationen geben wie AI, die keinen Unterschied zwischen Regierungen machen und konsequent den Finger dort hinhalten, wo Menschenrechte verletzt werden.“