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Erstmals FSJ im Haus Coburg „Pionierin“ in Städtischer Galerie Delmenhorst

Von Heike Bentrup, Heike Bentrup | 03.08.2016, 18:51 Uhr

Alessa Brachmann ist erste Absolventin des Freiwilligen Sozialen Jahres im Bereich Kultur in der Städtischen Galerie an der Fischstraße. Die 20-Jährige aus Bremervörde nimmt viele Anregungen mit ins Studium.

Eigentlich war das Freiwillige Soziale Jahr für Alessa Brachmann im vergangenen Jahr nach dem Abitur in Bremervörde „nur“ Plan B. Doch mit Antritt der Stelle in der Städtischen Galerie an der Fischstraße in Delmenhorst entpuppte sich die FSJ-Zeit im Nachhinein als „Glücksgriff“. Das bestätigte die junge Frau an diesem Mittwochmittag am Rande einer Blitz-Führung durch die Ausstellung „Drift“.

FSJ als Überbrückung

„Ich wollte in Oldenburg Kunst auf Lehramt studieren und die Zeit bis zum Studienbeginn überbrücken“, berichtet Alessa Brachmann. Als eine Option habe sich da ein FSJ angeboten. „Doch die klassische FSJ-Arbeit in sozialen Einrichtungen liegt mir eher nicht“, so die angehende Studentin. Und so schaute sie sich im Herbst vergangenen Jahres nach FSJ-Alternativen im kulturellen Bereich um.

Erster Kontakt überzeugte

Parallel zu Bewerbungen in Hamburg und Bremen hatte sie auch in der Städtischen Galerie Delmenhorst angefragt und prompt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Dann sei alles ganz schnell gegangen und sie habe sich plötzlich einem fünfköpfigen Einstellungsgremium gegenübergesehen. „Das war ganz schön aufregend“, erinnert sich Alessa Brachmann. Aber schon der erste Rundgang durch die Galerie habe sie überzeugt und beeindruckt.

Gleiches gelte für die Stadt an sich. „Die Graft ist wunderschön, die Galerie sowie und auch die Innenstadt gefällt mir“, sagt die junge Frau über Delmenhorst.

Delmenhorst bleibt Wahlheimat

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie auch nach Ende des FSJ Kultur in der Stadt wohnen bleiben wird. „Die Lage ist einfach ideal“, so die 20-Jährige, die in Kürze ihr Studium der Kunst und der Germanistik in Oldenburg beginnt und in ihrer Freizeit auch die benachbarte Hansestadt Bremen für Unternehmungen ansteuern will.

Kontakt zu vielen Künstlern

Rückblickend auf ihre Zeit in der Städtischen Galerie freut sich Alessa Brachmann, „dass ich meinen persönlichen Weg zur Kunst wiedergefunden habe. Ich bin mit vielen Künstlern ins Gespräch gekommen, habe die Vorbereitung von Ausstellungen begleitet und in Workshops assistiert. Außerdem habe ich wieder selber angefangen zu malen, nachdem ich vorher eher in Richtung digitale Filmproduktion tendierte.“

Kontakt soll bestehen bleiben

Angesichts dieser Entwicklung und der Erfahrungen, die sie vor Ort gesammelt hat, könne sie das FSJ Kultur nur empfehlen. Ihre Verbindung und den Kontakt zur Galerie möchte die junge Frau auch nach Ende des FSJ Kultur auf jeden Fall weiter pflegen. Und so hat sich am Ende alles gefügt und das Freiwillige Soziale Jahr in Delmenhorst war für Alessa Brachmann alles andere als Plan B.