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Experte kommt nach Delmenhorst Vortrag beleuchtet Lage von Flüchtlingen im Libanon

Von Frederik Grabbe | 07.10.2017, 18:45 Uhr

Angesichts der Flüchtlingszahlen, mit denen es Länder des Nahen Ostens zu tun haben, fragt sich die GSP: „Wie geht das?“ Diese Frage ist Thema eines Vortrags.

Der Flüchtlingszuzug aus dem Nahen Osten und aus Afrika über das Mittelmeer nach Europa stellen die Staatengemeinschaft der EU vor eine große Herausforderung. Dabei gelangt nicht einmal der größte Teil dieser Menschen nach Europa, sondern findet Aufnahme in der Türkei, in Jordanien und im Libanon. Doch wie sieht die Lage dort überhaupt aus? Um diese Frage rankt sich ein Vortrag der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), der am Mittwoch, 11. Oktober, 19.30 Uhr, in der Gastronomie „Oase - Haus Adelheide“ an der Abernettistraße stattfindet.

Schwerpunkt liegt auf Libanon

Dabei wird der Schwerpunkt auf den Libanon gelegt. Denn das kleine Land scheint die Organisatoren zu verblüffen, hat es doch im Verhältnis nur eigenen Einwohnerzahl viel mehr Geflüchtete aufzunehmen, als europäische Staaten. Allein der Titel des Vortrags ist schon vielsagend: „Libanon – 1,5 Millionen Flüchtlinge bei fünf Millionen Einwohnern – Wie geht das?“ Unter anderem wird an dem Abend auch die libanesische Innenpolitik eine Rolle spielen, die wiederum Auswirkung auf die humanitäre Situation in dem Land hat. „Besondere Brisanz birgt die Tatsache, dass die vom Iran stark unterstützte schiitische Hisbollah im Libanon ein Eigenleben führt. Mit ihrer Ausstattung mit Raketen (gegen Israel) verstößt sie demonstrativ gegen UN-Resolutionen. Israel bereitet sich auf Krieg gegen die Hisbollah vor.“

„Kenner der Szene“ im Libanon erzählt

Referent ist Oberst a.D. Jan Kleffel aus Bremen. Der ehemalige Kompaniechef war nach seiner Dienstzeit unter anderem für den Bundesnachrichtendienst (BND) in der pakistanischen Botschaft eingesetzt, für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) war er Wahlbeobachter in Europa und Asien, auch für die EU und die Vereinten Nationen (UN) war Kleffel im Einsatz. Die GSP nennt ihn einen „Kenner der Szene im Libanon“.