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Experten raten zu Kies und Mulch Schöner Garten in Delmenhorst mit wenig Aufwand

Von Tina Spiecker, Tina Spiecker | 20.05.2017, 12:38 Uhr

Wer in seiner Freizeit nicht die Zeit oder Lust hat, sich stundenlang der Pflege seines Gartens zu widmen, dem eröffnen sich viele Möglichkeiten, auch mit wenig Aufwand zuhause eine grüne Oase sein Eigen nennen zu können. „Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass man immergrüne Gewächse, die kein Laub abwerfen, im Garten hat“, rät Eva Wieting, Baumschulgärtnerin beim Arkenau Gartencenter, mit der unsere Zeitung für die Gartenserie „Querbeet“ gesprochen hat.

Absolut im Trend: Der Kiesbeet. „Angenehm ist, dass es nahezu kein Unkraut gibt. Und setzt sich doch mal etwas zwischen die Steine, kann es ganz leicht herausgezupft werden“, erklärt Eva Wieting, , die Vorteile des Kiesbeets.

Mulch und Kies verhindern Unkraut

Das Beet könne schlicht oder kunstvoll angelegt werden, die Gewächse einfach geschnitten oder im Formschnitt. Wer die kleinen Steine, die es in vielen unterschiedlichen Farben und Formen gibt, nicht mag, kann sich statt dessen für Mulch entscheiden. Auch diesen gibt es in verschiedenen Farben und Beschaffenheiten. „In beiden Fällen ist es sinnvoll, zunächst eine Mulchfolie auszubreiten und das Kies oder den Rindenmulch dann darauf gleichmäßig zu verteilen“, rät Wieting. Man könne zwar auch auf die Folie verzichten, dann sollte die Mulchschicht aber mindestens sieben Zentimeter dick sein. Den Boden auf diese Weise abzudecken, habe zwei Vorteile: „Der Boden trocknet nicht so schnell aus, die Verdunstung wird gehemmt. Man muss also nicht so viel gießen. Und das Unkraut kommt nicht durch.“

Pflegeleichte Pflanzen gebe es viele. „Welche Pflanzen gepflanzt werden sollten, hängt stark vom Standort ab“,sagt Wieting. So würden Gräser und Lavendel viel Sonne gut vertragen. Hortensien und Funkien seien auch gut geeignet, bevorzugen aber Schatten und Halbschatten und benötigen mehr Wasser.

Wer nun ganz auf Mulch und Kies verzichten muss, kann sich auch bodendeckender Pflanzen bedienen. „Auch da hat das Unkraut wenig Chancen sich anzusiedeln“, weiß Wieting. Wucherung sei nicht zu befürchten: Bodendecker könnten einfach abgestochen oder abgeschnitten werden.

Tipp für den kleinen Geldbeutel

Die Pflanzenabstände sollten auch auf jeden Fall beachtet werden, so Wieting. „So muss man die Pflanzen nicht ständig zurückschneiden. Außerdem bestehe bei einer zu dichten Bepflanzung die Gefahr, dass Nadelgehölz braun werde. Wietings Tipp für den kleinen Geldbeutel: „Kleine Pflanzen sind meistens deutlich günstiger als groß gewachsene oder jene mit Formschnitt. Groß werden sie schnell und von alleine.“

Topfgarten macht wenig Arbeit

Wer nur eine kleine Fläche zur Verfügung hat, kann auf klein gezüchtete Pflanzen zurückgreifen, rät die Expertin. „Zwergflieder, Zwergbambus, kleine Gräser und Zwergnadelgehölze bieten sich an. Diese eignen sich auch für einen Topfgarten, da man sie gut in Kübel pflanzen kann“, sagt die 28-Jährige. Im Winter müsse der Kübel nur abgedeckt werden, dann käme die Pflanze im nächsten Jahr wieder.