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Fälle in der Region Polizei warnt vor Telefonbetrug falscher Polizisten

Von Jan Eric Fiedler | 04.12.2018, 12:57 Uhr

In den vergangenen Tagen hat es im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch wieder viele Anrufe von vermeintlichen Polizeibeamten gegeben. Dabei haben die Täter teilweise ihre Taktik geändert.

An Bargeld oder andere Wertgegenstände sind die Täter laut Mitteilung nicht gelangt, weil die angerufenen Personen gut reagiert und das Gespräch schnell beendet haben. Die Polizei rät in der Mitteilung weiterhin zu Vorsicht und bittet um Sensibilisierung älterer Mitmenschen. „In den Gesprächen am Telefon teilen die rhetorisch geschulten Täter mit, dass es in der Nachbarschaft oder aber im Nahbereich vom Wohnort des Angerufenen zur Festnahme von Einbrechern gekommen sei“, berichtet die Polizei. Bei den Tätern konnten durch die angebliche Polizei Hinweise gefunden werden, die darauf hindeuten, dass auch in die Wohnung der jeweils angerufenen Person eingebrochen werden soll.

Täter wollen Bargeld und Wertgegenstände

Dabei wird zunächst gefragt, ob überhaupt Wertgegenstände im Haus befindlich seien. Zudem bieten die falschen Polizisten an, dass sie Wertgegenstände und vor allem Bargeld an sich nehmen und so vor dem geplanten Diebstahl schützen wollen. „Dazu wird in der Regel ein ‚Kollege‘ an die Wohnanschrift geschickt, der die Gegenstände in Verwahrung nimmt. In Ausnahmefällen werden die späteren Opfer aber auch zur Übergabe der Wertgegenstände oder des Bargelds auf großen Parkplätzen oder anderen belebten Orten aufgefordert“, schildert die Polizei die Masche.

Neue Vorgehensweise

In den letzten Tagen erfolgten die Anrufe auch zur Nachtzeit, was laut Polizei in der Vergangenheit noch nicht zu verzeichnen war. Zum Teil werden auch zwei Betrugsmaschen miteinander verknüpft: „Zunächst wird versucht, die angerufenen Personen mit dem Enkeltrick um Erspartes zu bringen. Im Anschluss an den fehlgeschlagenen Betrugsversuch mit dem Enkeltrick rufen dann falsche Polizeibeamte an, wollen vor dieser Vorgehensweise warnen und so Vertrauen erschleichen“, berichtet die Polizei. In anderen Kombinationen sollen die Opfer von den falschen Polizeibeamten dazu gebracht werden, Software auf dem Computer zu installieren, mit der dann betrügerische Zugriffe möglich werden. „In allen Fällen ist die sofortige Beendigung des Gesprächs der sicherste und beste Weg“, heißt es in der Mitteilung. Danach sollte die richtige Polizei kontaktiert und informiert werden.