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Fahrradwerkstatt wieder geöffnet Gemeinschaft Hasport lebt friedliches Miteinander

Von Heike Bentrup, Heike Bentrup | 11.08.2016, 18:49 Uhr

Im Stadtteil Hasport leben mehr als 1000 Menschen aus zwölf Nationen, darunter auch Flüchtlingsfamilien aus Syrien. Der Verein Gemeinschaft Hasport sorgt seit nunmehr 17 Jahren für ein friedliches Miteinander und hält zahlreiche Angebote parat. Nach dreimonatiger Pause ist auch die Fahrradwerkstatt wieder besetzt.

Der jüngste Spendenaufruf hat gefruchtet. Gerade kommt wieder eine Frau mit einem Korb voll Bettwäsche und Decken in den Container an der Seestraße, dem Domizil des Vereins Gemeinschaft Hasport. Freiwillige Helferinnen nehmen die Spende entgegen und sortieren die Sachen für die Kleiderkammer, deren Regale sich in den zurückliegenden Monaten – auch aufgrund der Nachfrage der Flüchtlingsfamilien – spürbar geleert hatten.

Große Unterstützung für die Kleiderkammer

„Wir brauchen dringend Damen- und Herrenbekleidung, Bettwäsche, Wolldecken und Handtücher sowie Kinderschule“, hatte die Vereinsvorsitzende Irene Papziner im Vorfeld angekündigt. Nun freut sie sich, dass so viele Menschen die Kleiderkammer unterstützen.

Fahrradwerkstatt nach drei Monaten Pause wieder offen

Gleiches gilt für die Fahrradwerkstatt, in der nach dem Aufruf auch einige Räder sowie Ersatzteile abgegeben worden sind. Hier kann jetzt wieder durchgestartet werden. Nachdem der vorherige Mitarbeiter in den Ruhestand gegangen war, war die Fahrradwerkstatt drei Monate lang geschlossen geblieben. „Jetzt haben wir mit Eduard Braun wieder einen Mitarbeiter und können die Werkstatt wie gewohnt öffnen“, berichtet Papziner. Der Ein-Euro-Jobber hilft laut der Vereinsvorsitzenden montags bis donnerstags jeweils zwischen 10 und 16 Uhr und freitags zwischen 10 und 15 Uhr bei Problemen rund ums Zweirad. Die Kosten betragen zwei Euro pro Viertelstunde.

Ehrendamtliche und Bufdi gesucht

Jetzt, nach dem Ende der Ferien, plant die Gemeinschaft Hasport auch wieder Sprachkurse für Flüchtlinge. Rund zehn Familien leben nach Angaben von Irene Papziner zurzeit im Quartier. Entsprechend groß sei die Nachfrage nach dem Angebot. Parallel gibt es Computerkurse für Anfänger sowie mehrere Projekte. „Hier könnten wir noch ehrenamtliche Unterstützung gebrauchen“, ergänzt die zweite Vereinsvorsitzende Martina Sandhop. Insbesondere für das Gartenprojekt sowie für das internationale Kochen seien Paten willkommen. Gleiches gelte für einen Bundesfreiwilligendienstler, einen sogenannten Bufdi.

Wer die Gemeinschaft Hasport unterstützen möchte, sei es mit Sach- oder Geldspenden oder mit ehrenamtlichem Engagement, sollte sich unter Telefon (04221) 9164332 oder (0177) 2810605 melden.