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Falsche Polizisten am Telefon Polizei warnt vor Betrügern in Delmenhorst und Landkreis

Von Eyke Swarovsky | 14.09.2016, 19:33 Uhr

Delmenhorst / Landkreis Oldenburg. Aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg wurde der Polizei in den vergangenen Tagen eine ganze Reihe betrügerischer Anrufe gemeldet. Die Polizei rät: Auf keinen Fall Angaben zu Wertsachen machen.

Sowohl in Delmenhorst als auch Landkreis Oldenburg riefen laut Polizeibericht in den vergangenen Tagen bislang unbekannte Männer meist ältere Menschen an und gaben sich als Polizisten, Polizeibeamte oder Kriminalbeamte aus.

Bekannte Einbrecher-Masche

Unter dem Vorwand, dass Einbrecher festgenommen werden konnten und es Hinweise gibt, dass diese auch in das Haus der Angerufenen einbrechen wollen, fragten die Täter die Opfer freundlich aber bestimmt über sich im Haus befindliches Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände aus. Der Anrufer sprach akzentfreies hochdeutsch und rief unter anderem mit Delmenhorster Vorwahl und der Rufnummer 110 an.

Mindestens 20 Fälle gemeldet

Der Polizeiinspektion Delmenhorst/ Oldenburg-Land/ Wesermarsch wurden mindestens 20 dieser Fälle gemeldet. Vermeintlich liegt die Dunkelziffer der betrügerischen Anrufe noch höher, da sich nicht jeder bei der Polizei meldet. Dabei blieb es bisher – soweit der Polizei bekannt – nur beim Versuch und die Täter gingen leer aus. In einem Fall hob eine 81-jährige Frau Anfang dieser Woche bereits eine hohe Geldsumme ab, da sie angeblich Opfer eines Überfalls werden würde und ihr Geld sichern müsste. Sie bekam aber Zweifel und meldete sich bei der Polizei.

Polizei warnt vor Masche

Die Polizei warnt vor diesen betrügerischen Anrufen und weist daraufhin, dass die Polizei am Telefon niemals Auskunft über persönliche Vermögensverhältnisse verlangt, oder um die Übermittlung der Bankverbindung oder Geldüberweisungen bittet. Vor allem Seniorinnen und Senioren sollten vorsichtig reagieren und nicht auf dubiose Telefonate eingehen. Auf keinen Fall sollten an der Haustür Geld oder Wertsachen an fremde Personen ausgehändigt werden. Betroffene sollten skeptisch bleiben und im Zweifelsfall Angehörige kontaktieren sowie den Anruf der Polizei melden.