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Falsche Polizisten am Telefon Polizei warnt vor Betrügern in und um Delmenhorst

Von Eyke Swarovsky | 15.03.2016, 17:56 Uhr

Delmenhorst/Ganderkesee/Wesermarsch. Eine Welle betrügerischer Anrufe wurde der Polizei in den vergangenen Tagen gemeldet. Sowohl in Delmenhorst, im Landkreis Oldenburg als auch im Landkreis Wesermarsch riefen bislang unbekannte Männer meist ältere Menschen, Seniorinnen und Senioren, an und gaben sich als Polizisten, Polizeibeamte oder Kriminalbeamte aus.

Unter dem Vorwand, dass die Angerufenen mit einem Geldbetrag polizeiliche Ermittlungen unterstützen oder gar zur Ergreifung eines Täters beitragen könnten, wurde laut Polizeibericht freundlich aber bestimmt um die Überweisung eines Geldbetrages oder die Bekanntgabe von Bankdaten gebeten.

Anrufer kann sich gut ausdrücken

Der Anrufer sprach nach Angaben der Polizei deutsch, konnte sich sprachlich gut ausdrücken und benutzte vermeintliches amtsdeutsch.

Mindestens 25 Fälle gemeldet

Der Polizeiinspektion Delmenhorst/ Oldenburg-Land/ Wesermarsch wurden mindestens 25 dieser Fälle gemeldet. Vermeintlich liegt die Dunkelziffer der betrügerischen Anrufe noch höher, da sich nicht jeder bei der Polizei meldet. Soweit der Polizei bekannt, blieb es bislang „nur“ beim Versuch und die Täter gingen leer aus.

Polizei fragt niemals nach Bankdaten

Die Polizei warnt vor diesen betrügerischen Anrufen und weist daraufhin, dass die Polizei am Telefon niemals Auskunft über persönliche Vermögensverhältnisse verlangt, oder um die Übermittlung der Bankverbindung oder Geldüberweisungen bittet. Vor allem Seniorinnen und Senioren sollten sensibilisiert reagieren und nicht auf dubiose Telefonate eingehen.

Anrufe umgehend der Polizei melden

Die Polizei rät: Geben Sie an Ihrer Haustür kein Geld oder Wertsachen an fremde Personen! Die Betrüger bedienen sich verschiedener, teilweise kreativer, Legenden. Bleiben Sie bitte skeptisch und kontaktieren im Zweifelsfall ihre Angehörigen oder vertraute Bekannte und melden Sie ein solches Telefonat möglichst umgehend der Polizei unter 110 oder ihrer örtlichen Polizeidienststelle.