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Fassade, Parkplätze und Barrierefreiheit Wie kommt das neue Parkhaus bei den Delmenhorstern an?

Von Sonia Voigt | 09.12.2018, 18:42 Uhr

Zwischen luftig und zugig liegt manchmal nicht viel. Neben einzelnen Kritikpunkten haben die befragten Besucher der ersten Stunden reichlich Lob für den Parkhaus-Neubau in der City übrig.

Hell, luftig, geräumig – so haben viele das neue Delmenhorster Innenstadt-Parkhaus am Eröffnungstag beschrieben. Dabei ist der Bau in zentraler Lage Am Stadtwall 90 Meter lang, 36 Meter breit und 15 Meter hoch und bietet Platz für zehn Parkebenen. Ein Kran, den es bundesweit nur viermal gibt, musste die riesigen Stahlteile montieren. Doch den von manchen Skeptikern vorab befürchteten Klotz konnte keiner der Delmenhorster erkennen, die unsere Zeitung in einer nicht repräsentativen Umfrage befragt hat.

Lob für deutlich breitere Parkplätze

„Ich bin positiv überrascht“, sagte zum Beispiel Delmenhorster Horst-Dieter Warkus, „es ist hell, übersichtlich und die Parkplätze sind schön breit.“ Diese bieten mit 2,70 bis 3,50 Metern wesentlich mehr Platz als die Stellplätze im 1974 erbauten Vorgänger-Parkhaus, was viele erfreut registrierten.

Überhaupt ist das Parkhaus barrierefrei ausgelegt. Es verfügt über vier Eltern-Kind-Parkplätze und 14 für Menschen mit Behinderungen sowie zwei rollstuhlgeeignete Fahrstühle und ein Farbleitsystem, das Menschen mit Leseschwäche hilft.

Stadtbilder an Fassade kommen gut an

Lob gab es auch für die Stadtbilder an der per Bürgerbefragung ausgewählten grünen Fassade, die laut Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Ulrich Salmen die Verbundenheit mit der Stadt ausdrücken sollen. Sie gefielen auch Anwohner Daniel Köhler, die grüne Farbgebung allerdings weniger. „Und ich bin froh, dass es nicht so hoch ist wie ursprünglich geplant“, sagt der 31-Jährige. Ansonsten sei es ein modernes, zeitgemäßes Parkhaus, nur etwas zugig.

Fragen zu Fahrradstellplätzen

Das stört Horst-Dieter Warkus, der auch oft in die Stadt radelt, weniger. Den 65-Jährigen freut die Fahrrad-Abstellanlage, in der er seinem Drahtesel einen Platz sichern will. Für ihn blieb nur eine Frage offen: „Wie bekommen Ältere ihre E-Bikes in die obere Reihe der Fahrradstellplätze?“