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Fernwanderweg absolviert Delmenhorster Rudolf Hanisch läuft und läuft und läuft

Von Lennart Bonk | 31.05.2016, 09:02 Uhr

Eine gute Planung ist bekanntlich das A und O. Bei Rudolf Hanischs 900 Kilometer langen Wanderung quer durch Deutschland ist sie Gold wert gewesen.

Am 20. April ist der 78-jährige Delmenhorster von Porta Westfalica aus zu einem Fußmarsch auf dem Europäischen Fernwanderweg 11 in Richtung Frankfurt an der Oder aufgebrochen. „Teilweise hatte ich es mit schlecht markierten Wegen und amateurhafter Beschilderung zu tun. Da hat mir meine wochenlange Planung sehr geholfen, auf Kurs zu bleiben“, erzählt Hanisch, der sich auf seiner Tour nur dreimal verlaufen hatte. Rund 2,5 Kilogramm an Karten und Wegbeschreibungen hatte der passionierte Wanderer im Gepäck.

Regen, Wind und Schnee

Das Wetter auf seiner Tour konnte Hanisch jedoch nur begrenzt einplanen. So wanderte er täglich bis zu 30 Kilometer bei Regen, Wind, Schnee und Sonne. Nur einmal musste er sich von einem Taxi zu seinem nächsten Etappenziel bringen lassen, weil er von Regen und Wind durchnässt und unterkühlt war. „Das kommt bei fast jeder Fernwanderung einmal vor“, erklärt Hanisch.

Nur drei Wanderer unterwegs getroffen

Fernwanderer wie der 78-jährige Delmenhorster sind selten. Auf dem Europäischen Fernwanderweg traf er lediglich drei andere Wanderer. Doch keiner von ihnen ging so weit wie Hanisch, der erst an der deutsch-polnischen Grenze Halt machte. Hanisch kehrte sieben Kilogramm leichter von seiner vierwöchigen Wanderung zurück nach Delmenhorst. Seine detaillierten Notizen rund um die Wanderung sowie einige der insgesamt 600 geknipsten Fotos, stellt er Interessierten auf seiner Homepage www.rudihanisch.de zur Verfügung.

Burginsellauf als nächstes Ziel

Doch nach seiner ereignisreichen Wanderung kommt eine Ruhepause für den 78-jährigen Rentner nicht in Frage. Aktuell befindet sich der aktive Hanisch in der Vorbereitung auf den 13. Delmenhorster Burginsellauf am 18. Juni. Er wird zum zwölften Mal an dem Delmenhorster 24-Stunden-Lauf teilnehmen und hat sich ein großes Ziel gesetzt. Denn er möchte zu den vier besten Läufern seiner Altersklasse Männer 75 in der Weltrangliste der 24-Stunden-Läufe zählen. „Ich bin sehr ehrgeizig und will immer an meine Grenzen gehen“, so Hanisch. Die dafür benötigte Fitness scheint der Rentner zu besitzen.