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Feuerwehr in Delmenhorst Halbzeit für das neue Feuerwehrhaus in Hasbergen

Von Frederik Grabbe | 27.10.2017, 18:01 Uhr

Die Hälfte ist geschafft: Das neue Feuerwehrhaus in Hasbergen hat am Freitag Richtfest gefeiert. Der Leiter der Hasberger Ortswehr indes sprach sich nochmals gegen Sparbemühungen der Stadt Delmenhorst aus.

Halbzeit auf der Baustelle des neuen Feuerwehrhauses in Hasbergen: Eine Vielzahl von Feuerwehrleuten, Stadtvertretern und Hasbergern hat am Freitag Richtfest für das neu entstehende Gebäude gefeiert. Der Rohbau auf 16.000 Quadratmetern Grundfläche sieht schon recht fortgeschritten aus. Von dem Stand der Bauarbeiten, die Mitte 2018 fertiggestellt werden sollen, konnten sich Interessierte zusammen mit Architektin Andrea Vennebörger ein Bild machen.

Bauboom treibt Kosten hoch

Beim Richtfest forderte der Leiter der Ortswehr Hasbergen, Marcus von Weyhe, mit Nachdruck, dass die Feuerwehr das Feuerwehrhaus auch so benötige, wie es geplant wurde. Die Stadt plant Einsparungen in einer Höhe von 77.000 Euro, weil insgesamt Mehrkosten von 267.000 Euro für den ursprünglich 2,2 Millionen Euro teuren Bau angelaufen waren. Wie Andreas Tensfeldt, der städtische Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, vor Ort erläuterte, liege dies am derzeitigen Bauboom. Die Einsparungen hätten zur Folge, dass ein Übungsteich, zwei Eingangsüberdachungen und eine mobile Trennwand nicht gebaut werden könnten. Diese Sparvorschläge hat der Ausschuss für Gefahrenabwehr jüngst abgelehnt, nun muss der Rat darüber bescheiden.

„Zehn Jahre für Vergrößerung gekämpft“

Von Weyhe unterstrich bei der Gelegenheit auch die Bedeutung des Neubaus für den Ortsteil Hasbergen: „Wir haben nun zehn Jahre für einen Anbau an der alten Wache oder einen Neubau gekämpft. In der alten Wache ist es zuletzt immer enger geworden. „Ein Wechsellader und ein Boot der Ortsfeuerwehr seien darum aus Platznot in der Stadtmitte abgestellt. Mit dem neuen Gebäude erhofft sich der Leiter der Ortswehr einen deutlich reibungsloseren Ablauf im Feuerwehralltag, im Gegenzug werde der Bau den Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet sowie der DLW-Werksfeuerwehr zur Verfügung gestellt, wenn es darum gehe, Lehrgänge der Kreisausbildung anzubieten. Von Weyhe: „Die gesamte Stadt hat einen Nutzen von dem neuen Feuerwehrhaus.“ Der Bau hatte eigentlich schon früher stehen sollen – doch wegen der Flüchtlingsunterbringung in Delmenhorst musste der zuständige Fachbereich die Planungen im Spätsommer 2015 vorerst auf Eis legen.

 (Weiterlesen: Spatenstrich für Neues Feuerwehrhaus in Hasbergen) 

Feier bei Getränken und Erbsensuppe

Feierlichster Moment war, als nach altem Brauch Zimmerleute zusammen mit von Weyhe das feierliche Kränzen unternahmen. Oberbürgermeister Axel Jahnz hielt eine kurze Ansprache, in der er das Bauprojekt, aber auch die Feierfestigkeit der Hasberger lobte und hervorhob. Die Gäste ließen es sich nach dem Festakt bei kalten Getränken und Erbsensuppe gut gehen.