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Firma Kliemisch mit Jubiläum Einsatz fürs Handwerk in Delmenhorst und Umgebung

Von Marco Julius | 28.10.2016, 14:37 Uhr

Die Kliemisch Heizung + Sanitär GmbH feiert in der kommenden Woche ihr 25-jähriges Bestehen. Obermeister Uwe Kliemisch engagiert sich nicht nur in seinem Betrieb fürs Handwerk.

Es ist der demografische Wandel, der seine Branche mit großen Herausforderungen konfrontiert. Uwe Kliemisch (51), Chef der Kliemisch Heizung + Sanitär GmbH und zugleich Obermeister der Innung für Gebäude- und Informationstechnik in der hiesigen Kreishandwerkerschaft, weiß wovon er spricht, wenn er den Nachwuchsmangel in den Betrieben ins Auge fasst. Und er weiß, dass das Thema Barrierefreiheit durch die alternde Gesellschaft immer mehr in den Mittelpunkt rückt.

Branche steht vor Herausforderungen

„Der Umbau von Wohnungen und Häusern ist eine Herausforderung, auch weil er oft von jetzt auf gleich geschehen soll, wenn die Menschen nicht mehr so mobil sind“, sagt der Obermeister Kliemisch. Über mangelnde Aufträge könne er jedenfalls nicht klagen.

In der kommenden Woche besteht sein Betrieb seit 25 Jahren. Viel Zeit, das Jubiläum zu feiern, bleibt derzeit nicht. Die „Heizungssaison“ läuft gerade so richtig an. Die Wartung und der Austausch von Heizungen im Privatkundengeschäft gehören zum Kerngeschäft, das sich auf die Felder Sanitär-, Heiz- und Solartechnik sowie Klempnerarbeiten erstreckt.

Gestartet als Ein-Mann-Betrieb

Los ging alles kurz nach der Wende als Ein-Mann-Betrieb. Ein Jahr später hat Kliemisch den ersten Gesellen eingestellt, der noch heute im Betrieb arbeitet. Aktuell gehören drei Gesellen, ein Auszubildender und eine Aushilfe im Büro zum Team, dass Uwe Kliemisch gemeinsam mit seiner Frau Martina führt. „In Spitzenzeiten haben wir bis zu zehn Angestellte gehabt“, erinnert sich Kliemisch. Wie viele Betriebe in der Branche habe sich auch er spezialisiert und den Heizungsneubau ab 1998/99 aufgegeben. Kliemisch, der sich auch im landesweiten Fachverband und im Zentralverband Sanitär und Heizung Klima (ZVSHK) engagiert, hat nie bereut, dass er als gelernter Gas-Wasser-Installateur und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer den Weg in die Selbstständigkeit gewählt hat. Er sagt aber auch: „Das Berufsbild hat ein Imageproblem. Dabei ist der Beruf abwechslungsreich, bietet viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Und der Verdienst für Auszubildende ist massiv gestiegen.“ Das Imageproblem verstärke die Suche nach geeignetem Nachwuchs in der Branche. „Damit haben alle Betriebe zu kämpfen. Durch den demografischen Wandel gibt es weniger Bewerber – und die Qualität der Bewerber ist den vergangenen Jahren auch schlechter geworden“, betont er.

Praktikum als Voraussetzung

1997 gab es bundesweit noch 70000 Auszubildende im Bereich Sanitär Heizung Klima. 2010 waren es nur noch 34000. Der Trend halte an. Dabei sei die Arbeit nicht weniger geworden. Nicht weniger, aber vielfältiger: Themenfelder wie regenerative Energien oder Trinkwasserhygiene nehmen einen immer größeren Raum ein, zudem ist die Technisierung immer weiter fortgeschritten. „Ein guter Hauptschulabschluss, zwingend ein Praktikum zum gegenseitigen Beschnuppern, technisch-mathematisches Verständnis und gute Kenntnisse der deutschen Sprache sollten junge Leute mitbringen, die sich für den handwerklichen Beruf interessieren“, sagt Martina Kliemisch.

Start an der Mühlenstraße

Kliemisch selbst ist 1991 mit einem kleinen Büro an der Mühlenstraße angefangen, ein Lager gab es zunächst nicht. Im Laufe der Zeit ist der Betrieb beachtlich gewachsen, 1997 haben die Kliemischs dann ihr Domizil an der Dünsener Straße bezogen, wo sie nun Arbeit und Wohnen vereinen. 1999 hat Kliemisch den Kundenstamm der Firma Trittin übernommen, in der es keinen Nachfolger gab. Auch hier lautete das Stichwort demografischer Wandel.

Mehr Informationen unter www.kliemisch.de .