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Kommentar Firma Wehrhahn ein Glücksfall für Delmenhorst

Meinung – Michael Korn | 15.08.2019, 18:45 Uhr

Die Delmenhorster Maschinenbaufirma Wehrhahn will an ihrem Standort neu bauen. Diese Investition lenkt den Blick auf die städtische Gewerbeflächenpolitik. Ein Kommentar von dk-Redaktionsleiter Michael Korn.

Was für eine Nachricht für den nicht gerade prosperierenden Wirtschaftsstandort Delmenhorst: Das Traditionsunternehmen Wehrhahn bekennt sich zur Stadt und investiert an seinem Stammsitz Millionen in einen nahezu kompletten Firmenneubau. Marktführerschaft und ausgezeichnete Auftragslage kennzeichnen einen Top-Betrieb, der überdies nicht nur hochspezialisierte Mitarbeiter beschäftigt, sondern die Anzahl der Fachkräftejobs auch noch deutlich aufstocken will. Ein Glücksfall für die Stadt! Dabei hätte es durchaus die berechtigte Sorge geben können, dass Wehrhahn vielleicht nicht zu halten sein könnte und Delmenhorst den Rücken kehrt: Wirkliche Alternativen an Gewerbegrundstücken dieser Größenordnung hat Delmenhorst im Gegensatz zu Nachbargemeinden nicht zu bieten. Seit Jahren schafft es die Stadt nicht, sich ein auf Vorrat angelegtes Flächenpolster für Neu- und Umsiedlungen von expandierenden Groß-Unternehmen zu schaffen. Das Gewerbegebiet Gut Langenwisch in Stickgras ist eher für den kleineren Mittelständler ausgelegt und bietet nach baldigem Ausverkauf für die Zukunft in dieser Hinsicht keine Perspektive. Rat und Verwaltung müssen in der Flächenpolitik dringend zulegen.