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Firma WHN wird aufgelöst Kündigung für knapp 30 Delmenhorster Maschinenbauer

Von Michael Korn | 19.11.2015, 18:02 Uhr

Die Delmenhorster Firma WHN Maschinenbau GmbH, Mühlenstraße, stellt zum 30. Juni 2016 den Betrieb ein. Betroffen sind knapp 30 Mitarbeiter, die am Donnerstag, 19. November 2015, ihre Kündigungen erhalten haben. Das bestätigte das Mutterunternehmen, die Delmenhorster Wehrhahn GmbH.

Die Delmenhorster Firma WHN Maschinenbau GmbH, Mühlenstraße, stellt zum 30. Juni 2016 den Betrieb ein. Betroffen sind 28 Mitarbeiter, die am Donnerstag, 19. November 2015, ihre Kündigungen erhalten haben. Das bestätigte auf dk-Anfrage Geschäftsführer Torsten Dietz vom Delmenhorster Mutterunternehmen Wehrhahn GmbH. Dietz bekräftigte, dass die Auflösung von WHN kein Anzeichen für etwaige Schwierigkeiten bei Wehrhahn sei: „Dies hat für uns keine Folgen. Im Gegenteil: Wir stehen sehr solide und gesund da und haben erst kürzlich einen Großauftrag aus Russland erhalten.“ WHN ist den Angaben zufolge schon seit Längerem in Schieflage: Wehrhahn hatte den Fertigungsbetrieb vor zwei Jahren zu 100 Prozent übernommen, um eine Insolvenz abzuwenden. Die finanzielle und organisatorische Unterstützung hat dann dennoch nicht ausgereicht, auch in Zeiten einer 100-Prozent-Auslastung in wirtschaftlich erfolgreiches Fahrwasser zu gelangen. Dietz sprach in diesem Zusammenhang von „strukturellen Problemen“. Es sei für Wehrhahn aber stets klar gewesen, WHN nicht in die Insolvenz zu führen, sondern im Sinne der zum Teil langjährig Beschäftigten eine sozialverträgliche Lösung zu finden.

Von Seiten der Mitarbeiter hieß es gegenüber unserer Redaktion, dass es für die Betroffenen am lokalen Arbeitsmarkt schwierig sei, eine Anschlussbeschäftigung zu bekommen. Einige Kollegen hätten bereits Bewerbungen geschrieben, aber noch keine Rückmeldung erhalten. Bedauerlich sei, dass die Kündigungen die betroffenen Familien so kurz vor Weihnachten heimsuchten.