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Flüchtlinge anderweitig untergebracht Delmenhorster Verwaltung gibt zwei Sporthallen wieder frei

Meinung – Thomas Breuer | 03.06.2016, 13:12 Uhr

Die Zeit der Notunterkünfte soll in Etappen zu Ende gehen. Allerdings wird die Sporthalle am Stubbenweg wohl noch bis März 2017 für Flüchtlinge benötigt.

Der Zulauf von Flüchtlingen ist spürbar geringer geworden und viele von ihnen sind jetzt dezentral untergebracht. Deshalb sollen zwei bislang für die Unterbringung genutzte Sporthallen zum neuen Schuljahr wieder frei sein.

Dabei handelt es sich um die Hallen an der Lessing-straße und an der Holbeinstraße. Dort sind laut Verwaltung schon jetzt keine Menschen mehr untergebracht, sodass mit der Herrichtung für den Schul- und Vereinssport begonnen werden kann. Darüber hinaus wird voraussichtlich auch die Außenstelle Königsberger Straße der Oberschule Süd zum Start in das Schuljahr 2016/17 nicht mehr benötigt. Die dort noch lebenden Flüchtlinge sollen andere Unterbringungen zugewiesen bekommen.

Weiter strebt die Verwaltung an, spätestens zum 1. Dezember die Sporthalle der Bundeswehr an der Weverstraße zurückzugeben. Zuvor soll die mit dem Bund bis 30. September vereinbarte Nutzung allerdings noch einmal verlängert werden.

Die Sporthalle am Stubbenweg soll erst aufgegeben werden, wenn alle Gebäude im von der Bundeswehr überlassenen Westareal des Kasernenkomplexes in Adelheide für Flüchtlinge hergerichtet sind. Dies soll im März 2017 der Fall sein.

Zur Entspannung der Lage beitragen werden nach Einschätzung der Verwaltungsspitze auch Mobilbauten, die ab Herbst in Stickgras stehen sollen. Sie sind auch in anderen Teilen des Stadtgebiets vorgesehen und bieten laut Andreas Tensfeldt, Fachbereichsleiter für Gebäude- und Immobilienservice, gute Voraussetzungen für ein komfortables Wohnen.

Von der Integrationsfähigkeit vieler Flüchtlinge hat Sozial-Fachbereichsleiter Rudolf Mattern eine hohe Meinung. „Die wollen hier guter Bestandteil der Gesellschaft werden“, sagt er. „Das kann man erkennen.“

Seine Kollegin Petra Gerlach, in deren Fachbereich ebenfalls das Thema Flüchtlinge fällt, sagte, dass Delmenhorst seit Anfang 2014 mehr als 1350 Flüchtlinge ordnungsrechtlich untergebracht habe. Sie schätzt, dass 1000 von ihnen noch in der Stadt leben unter anderem in 235 Wohneinheiten der GSG.

Größere Unterkünfte ohne zeitliche Beschränkung bleiben der frühere Kindergarten der Lebenshilfe an der Breslauer Straße und das Stadionheim. Dazu kommt in Kürze ein Teil der früheren Kinderklinik an der Wildeshauser Straße. Der Umbau ist fast fertig, bis zu 50 Menschen sollen unterkommen. Kommentar