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Flüchtlinge und Einheimische kicken Delmenhorster Freundschaftsturnier geht in zweite Runde

Von Frederik Grabbe | 06.07.2017, 10:40 Uhr

Das Düsternorter Stadiongelände ist am Samstag Schauplatz des zweiten Welcome-Cups. Es treten zwölf Teams aus Flüchtlingen und Einheimischen beim Fußballturnier an.

Der Fußball als Bindeglied zwischen den Kulturen und zwischen den Menschen – das ist die Idee hinter dem Welcome-Cup, der an diesem Samstag, 8. Juli, zum zweiten Mal über die Bühne geht. Auf dem Sportplatz 1 im Stadion an der Düsternortstraße kommen dann von 10 bis 16 Uhr Einheimische und Flüchtlinge zusammen. Das Turnier gilt als Teil der Willkommenskultur in Delmenhorst. Oberbürgermeister Axel Jahnz, selbst ein großer Fußball-Fan, wird erneut die Schirmherrschaft übernehmen.

Viele Flüchtlinge aus Vorjahr in Vereine integriert

Eine Szene von der Premiere aus dem Vorjahr dürfte einigen in Erinnerung geblieben sein: Das Flüchtlingsteam „Kicking Together“ ließ am Turnierabend im März 2016 seinen Emotionen freien lauf, stolz liefen sie mit dem riesigen Pokal durch die Stadionhalle in Düsternort und ließen sich feiern – dabei hatten sie den dritten Platz geholt. In diesem Jahr lässt sich zumindest sagen, dass viele der Zugezogenen von damals längst in den Delmenhorster Vereinen untergekommen sind. Das zumindest schreiben die Organisatoren in ihrer Ankündigung zum 2. Welcome-Cup. Verantwortlich für das sportliche Event zeichnen die Mitternachtshallen des Kommunalen Präventionsrats der Stadt (KPR), der Delmenhorster Betriebssportverein und die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe. An der Finanzierung beteiligen sich der KPR, dessen Förderverein, die Freimaurer-Loge „Lessing an der Delme“ die Firma Wehrhahn und das Bundesprogramm „Demokratie leben!

Bunte Mischung trifft aufeinander

Wieder soll eine „bunte Mischung“ unter den Fußballfreunden aufeinandertreffen, heißt es vorab. „Allein die Namen der Teams lassen ein fröhliches Turnier vermuten“, heißt es in der Mitteilung der Stadt im Vorfeld: Unter anderem werden die Teams Mitternachtswölfe, Afghanischer Sturm, FC Horizont, AWO Flüchtlingsteam, die Frauen des TV Jahn, die städtischen Kickers oder das Team der OLB teilnehmen. Auch mit dabei: Das Inklusionsteam der Roten Teufel. Insgesamt nehmen am Samstag zwölf Teams teil – mehr als im Vorjahr und darunter auch überregionale Mannschaften. Von den zwölf sind genau die Hälfte Flüchtlingsteams.

Zuschauer finden auf der Tribüne Platz

Anders als im Vorjahr wird nicht die Halle bespielt, sondern unter freiem Himmel parallel auf zwei Kleinfeldern auf dem Stadiongelände gekickt. Die Spiele lassen sich – auch wenn es am Samstag regnen sollte – entspannt von der Tribüne aus beobachten.