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Flüchtlingsheim in Delmenhorst Flüchtlinge ziehen in Turnhalle am Stubbenweg

Von Heike Bentrup | 15.10.2015, 14:28 Uhr

Die Sporthalle am Stubbenweg in Delmenhorst wird kurzfristig zur Unterkunft für Flüchtlinge umgerüstet. Bereits am Samstag, 17. Oktober 2015, werden weitere 100 Asylsuchende in der Stadt erwartet.

Die Stadt Delmenhorst muss kurzfristig über das ursprünglich angekündigte Kontingent hinaus weitere Flüchtlinge aufnehmen. Wie Oberbürgermeister Axel Jahnz berichtet, hat er am Mittwochnachmittag einen Anruf aus dem niedersächsischen Innenministerium erhalten, in dessen Verlauf er über ein entsprechendes sogenanntes Amtshilfeersuchen in Kenntnis gesetzt wurde. 

„Bereits am Samstag werden weitere 100 Flüchtlinge in Delmenhorst eintreffen“, teilte der Verwaltungschef am Donnerstagvormittag mit und kündigte gleichzeitig an, dass in der Folgewoche nochmals 100 Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten zusätzlich in der Stadt aufgenommen werden müssen. Untergebracht werden die in dieser Woche erwarteten Asylsuchenden laut Jahnz in der Sporthalle am Stubbenweg. Die Versorgung der Menschen erfolge in der Mensa des angrenzenden Schulzentrums. Schulleitung und Vereine seien informiert.

Keine Zeltstädte in Delmenhorst

In der sofort nach Bekanntwerden der neuen Situation einberufenen Sitzung des aus Polizei, Feuerwehr und Verwaltung bestehenden Stabes seien entsprechende Vorbereitungen getroffen worden. „Wir haben alles besprochen, die Erstversorgung der Flüchtlinge ist gesichert“, sagte der Oberbürgermeister. Unklar ist seinen Angaben zufolge, welcher Nationalität die Asylsuchenden angehören, in welcher Familiensituation sie leben und wir alt sie sind.

„Es verläuft ruhig, besonnen und sachlich“

Trotz der neuen Lage verläuft nach Worten des Rathauschefs alles ruhig, besonnen und sachlich. „Wir verfallen nicht in Aktionsmus, sondern werden uns der Aufgabe stellen und diese bewältigen“, sagte Jahnz. Er sei froh, dass in Delmenhorst keine Zeltstädte errichtet werden, sondern alle Flüchtlinge ein festes Dach über dem Kopf erhalten. Aktuell leben nach den neuesten Erhebungen laut Rathaus rund 500 Asylsuchende in der Stadt. Wie viele noch hinzukommen, sei unklar.