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Flüchtlingshilfe in Delmenhorst Mitarbeiter der AWO in allen Unterkünften aktiv

Von Dirk Hamm | 20.04.2016, 21:33 Uhr

Die AWO Delmenhorst hat ein breites Aufgabenspektrum bei der Betreuung von Flüchtlingen übernommen. Die Asylsuchenden werden in die täglichen Aufgaben eingebunden.

Mit Beginn der Flüchtlingswelle im Herbst des vergangenen Jahres hat der AWO Kreisverband Delmenhorst im großen Umfang Aufgaben in der Betreuung der Zuwanderer übernommen. Der Wohlfahrtsverband hat dazu jetzt eine Übersicht über seine Hilfsangebote vorgelegt.

AWO-Mitarbeiter helfen bei der Alltagsbewältigung in der Fremde

Demnach besteht die Aufgabe in allen Unterkünften derzeit darin, „die Flüchtlinge bei Ämter- und Arztbesuchen zu unterstützen, ihnen zu zeigen, wo sie was in ihrer neuen Stadt finden“. Darüber hinaus werden die Migranten von den AWO-Mitarbeitern bei der Vermittlung von Sprachkursen, von Arbeitsstellen und Schulplätzen unterstützt. Außerdem erhalten sie über Kontakte zu Vereinen Hilfen bei der Freizeitgestaltung.

Hilfskräfte rund um die Uhr im Einsatz

Nach Angaben der AWO ist die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege im Oktober um Hilfestellung gebeten worden, als kurzfristig 100 Flüchtlinge untergebracht werden mussten. Das DRK übernahm in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen der Diakonie die Essensausgabe in den Unterkünften, die AWO erklärte sich bereit, die Betreuung der Flüchtlinge mit hauptamtlichen Mitarbeitern aufzubauen. Neben mindestens zweisprachigen sozialpädagogischen Fachkräften wurden auch Hilfskräfte rund um die Uhr eingesetzt.

Fast 200 Menschen auf Kasernengelände untergebracht

Derzeit leben 150 Menschen in der Turnhalle Stubbenweg und 90 in der Turnhalle Weverstraße. Die Sporthallen an der Lessingstraße und der Holbeinstraße sind momentan nicht belegt. Außerdem wurde ein Teil der Kaserne in Adelheide abgeteilt und Stück für Stück für die Migranten wohnbar gemacht. Bereits fast 200 Personen leben auf dem Kasernengelände.

Betreuungsaufgaben sollen noch erweitert werden

Wie die AWO weiter mitteilt, sollen die Betreuungsaufgaben stetig erweitert werden. Für die Zukunft sind demzufolge etwa die Einrichtung eines Second-Hand-Shops, Hausaufgabenbetreuung, Schachunterricht, eine Nähstube und eine Fahrradwerkstatt geplant. Die Flüchtlinge sollen in die täglichen Aufgaben eingebunden werden. Hierzu wurden bereits Stellen als 1,05-Euro-Jobs eingerichtet für Tätigkeiten in der Küche, im Garten oder bei der Gebäudereinigung.