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Förderung von Flüchtlingskindern 1,6 Millionen Euro für Kita-Personal in Delmenhorst

Von Frederik Grabbe | 08.06.2017, 23:30 Uhr

Die Stadt Delmenhorst wird für die Jahre 2017 und 2018 insgesamt 1,56 Millionen Euro für mehr Personal in Kindertagesstätten erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums hervor. Demnach fließen mittelfristig bis 2021 insgesamt 300 Millionen Euro in die Kassen der Kommunen.

Insbesondere Einrichtungen mit einer hohen Zahl an Kindern, „die aufgrund ihrer Herkunft nur wenig Deutsch sprechen, sollen personelle Verstärkung erhalten und so bei der Integration und Sprachförderung unterstützt werden“, erklärt Kultusministerin Frauke Heiligenstadt in der Mitteilung. Ihren Angaben nach, stammen die Mittel für 2017 und 2018, insgesamt 120 Millionen Euro, aus Geldern der Bund-Länder-Vereinbarung über die Beteiligung an den Kosten für die Integration geflüchteter Menschen.

Mehr sozialpädagogische und pädagogische Kräfte, Chancen für Quereinsteiger

(Mehr Infos: Niedersächsische Kommunen erhalten 300 Millionen Euro)

Laut Heiligenstadt sollen die Mittel im Rahmen der Quick-Richtlinie („Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten“) verwendet werden, um zusätzliche sozialpädagogische und pädagogische Kräfte einzustellen. Zudem sollen die Träger die Möglichkeit erhalten, Quereinsteiger als Zusatzkräfte einzustellen und nachzuqualifizieren.

Kommunen verteilen Gelder

Die genaue Verteilung der Gelder verlaufe über die Kommunen als Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe. Die Förderbeträge bemessen sich laut Ministerium an der Anzahl der Kindergartengruppen und der Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund.

Stadt plant 450 neue Kita-Plätze bis 2023

Die Stadt Delmenhorst kann das Geld des Landes gut gebrauchen: In der jüngsten Kita-Bedarfsplanung hat sie ihr Vorhaben umrissen, bis zum Jahr 2023 insgesamt 450 neue Kita-Plätze zu schaffen. Bis dahin sollen allein sechs neue Kitas entstehen. Diese Schritte wurden auch mit der großen Flüchtlingszuwanderung begründet. Erst im April waren die Arbeiten an der neuen Kita an der Käthe-Kollwitz-Schule angelaufen. Ihre Errichtung wird 3,11 Millionen Euro kosten.