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Fotografin und Sammler vor Ort Finissage bei der „Spurenlese“ in Delmenhorst

Von Marco Julius | 23.06.2015, 16:23 Uhr

Die sehenswerte Ausstellung „Spurenlese“ in der Städtischen Galerie Delmenhorst endet am Sonntag. An diesem Tag werden besondere Gäste erwartet.

Endspurt: Am kommenden Sonntag, 28. Juni, schließt die sehenswerte Ausstellung „Spurenlese. Künstlerportraits fotografiert von Angelika Platen/Dokumente aus dem Archiv Marzona“. Besondere Gäste reisen an diesem Tag eigens an: Die renommierte Fotografin Angelika Platen und der international bekannte Sammler Egidio Marzona besuchen die ihnen gewidmete Ausstellung in Delmenhorst.

Um 15 Uhr befragt Dr. Annette Thurmann-Jajes, Leiterin des Studienzentrums für Künstlerpublikationen, Weserburg Bremen, den leidenschaftlichen Sammler Egidio Marzona. Dabei wird es um seine Kunstsammlung, vor allem aber um sein immenses Archiv von Künstlerdokumenten des 20. Jahrhunderts gehen: Briefe, Postkarten, Konzepte, Skizzen, Einladungskarten – Trouvaillen von unschätzbarem Werk für die Kunstgeschichte – erzählen in packender und anschaulicher Weise die Geschichte der Avantgarden des 20. Jahrhunderts.

Talk mit Sammler

In einem Talk, der offen für die Fragen des Publikums ist, wird Egidio Marzona (1944 in Bielefeld geboren) von dem Kauf seines ersten Kunstwerkes erzählen, von seiner Zeit als Galerist und Verleger in Bielefeld, von seinem speziellen Interesse für Künstlerarchive und von sehr konkreten Plänen für ein Museum in Berlin. Damit wird es nicht zuletzt darum gehen, wo und in welcher Weise privates und öffentliches Sammeln ineinander übergehen.

Rundgang mit Fotografin

Um 16 Uhr beginnt ein letzter Rundgang durch die Ausstellung mit Angelika Platen und Galerieleiterin Dr. Annett Reckert. Angelika Platen wird anhand ausgewählter Fotografien von ihren außergewöhnlichen Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern, von Joseph Beuys bis Andy Warhol, berichten. Ihr fotografisches Werk lässt sich als ein „Who is Who“ der Nachkriegskunstgeschichte betrachten. Angelika Platen erzählt von ihren Anfängen als junge Fotografin, von ihren fotojournalistischen Jahren, von ihrer Zeit als Geschäftsführerin der Hamburger Galerie Gunter Sachs in den Jahren 1972 bis 1975 und von jenen Sessions, die sie bis heute zu einer weithin gefragten Spezialistin für Künstlerporträts machen.

Der Eintritt in die Ausstellung der Städtischen Galerie ist an diesem Finissage-Tag frei. Der Freundeskreis Haus Coburg will an diesem Tag die Gäste mit Kaffee und Kuchen versorgen.