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Frau stirbt bei Verkehrsunfall Traktor-Anhänger schlitzt Auto bei Delmenhorst auf

Von Thorsten Konkel | 19.11.2015, 06:32 Uhr

Der Futterausguss eines Traktor-Anhängers hat in Berne-Hiddigwarden bei Delmenhorst ein Auto der Länge nach aufgeschlitzt. Dabei wurde eine Frau getötet.

Laut Polizei begegneten sich der Futtermittelmischwagen und der Passat am Mittwoch gegen 17.30 Uhr auf der engen Feldmarkstraße in Berne. Der scharfkantige Anbau des landwirtschaftlichen Anhängers habe das mit drei Personen besetzte Auto auf Kopfhöhe regelrecht aufgeschlitzt. Das bestätigte am Donnerstagmittag auch der Einsatzleiter der Feuerwehr, Kai Stührenberg, Ortsbandmeister in Berne-Hekeln.

Frau stirbt bei Unfall

Eine 79-Jährige aus Berne wurde bei dem Unfall getötet. Ihr Sohn, der 59-jährige Fahrer, konnte sich selbst befreien während seine 61-jährige Ehefrau durch Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Berne-Hekeln befreit werden musste.

Fahrer überlebt knapp

„Wenn man sich das stark beschädigte Auto anschaut, dann grenzt es an ein Wunder, dass der Fahrer überlebt hat und sich selbst befreien konnte“, sagte Feuerwehreinsatzleiter Stührenberg am Donnerstagmittag auf Nachfrage dieser Zeitung. Für die auf der Rücksitzbank sitzende 79-Jährige kam trotz des sofortigen Notarzteinsatzes jede Hilfe zu spät. „Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen“, sagte Feuerwehreinsatzleiter Stührenberg.

Sofortiger Großeinsatz

„Rettungsdienst, Notarzt und die Feuerwehr waren innerhalb von etwa fünf Minuten am Einsatzort“, berichtete er.

„Um die Insassen zu befreien, musste die mit zwei Fahrzeugen und 25 Kameraden angerückte Ortsfeuerwehr Berne-Hekeln die Türen des Autos aufbrechen“, erläuterte Stührenberg das Einsatzgeschehen.

Auch Kriseninterventionsteam vor Ort

Sowohl der Fahrer als auch seine Ehefrau wurden laut Polizei schwer verletzt ins Krankenhaus nach Oldenburg gebracht. Der 18-jährige Fahrer des Ackerschleppers aus Bunde blieb unverletzt. Zur Betreuung der Betroffenen wurde das Kriseninterventionsteam Wesermarsch eingesetzt. Zur Unfallaufnahme bauten die Feuerwehrleute am Mittwochabend einen Lichtmast auf und leuchteten die Einsatzstelle großflächig aus.

Da der genaue Unfallhergang bisher ungeklärt ist, ordnete die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Bestellung eines Sachverständigen und die Sicherstellung der Unfallfahrzeuge an. Bis 21.20 Uhr war die Kreisstraße am Mittwochabend gesperrt.