Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Frühjahrsmarkt in Delmenhorst Polizei zieht beste Kramermarkt-Bilanz aller Zeiten

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 02.05.2017, 18:21 Uhr

„Keine Vorkommnisse, keine Maßnahmen, keine Störungen“ steht im Bericht: Die Streifen der Delmenhorster Polizei mussten auf dem diesjährigen Kramermarkt kein einziges Mal eingreifen.

„Das ist die beste Bilanz auf dem Kramermarkt, die wir je hatten“, resümiert Delmenhorster Polizei-Chef Jörn Stilke. In enger Absprache mit den Schaustellern hatte die Polizei in diesem Jahr die Intensität der Streifen auf der Kirmes erhöht. Gemeldet wurden lediglich zwei Diebstähle. Der einzige Polizeieinsatz beim großen Umzug am Samstag war die Betreuung eines Sechsjährigen, der so sehr mit dem Sammeln von Süßigkeiten beschäftigt war, dass er dabei seine Eltern nicht mehr wieder fand. (Umzug zum Kramermarkt-Auftakt bietet 970 bunte Gestalten) 

Am Dienstag trafen sich Vertreter von Schaustellern, Polizei und Verwaltung mit Oberbürgermeister Axel Jahnz zu einem Gespräch im Rathaus. Alle Seiten zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung, die der Markt in den letzten Jahren genommen hat. „Das ist eine gute Duftnote Delmenhorst“, findet der Oberbürgermeister.

„Kleiner Markt, hohe Qualität“

Auf den gegenwärtigen Markt könne man sehr stolz sein, findet Marcel Kutschenbauer vom Delmenhorster Schaustellerverein. Bei den Gästen sei eine hohe Zufriedenheit festzustellen. Mit Frühjahrsmärkten wie in Bremen oder Oldenburg müsse man sich nicht messen. „Wir haben einen Markt aufgebaut, wie ihn unsere Besucher kennen, aber mit einer sehr guten Qualität“, meint Kutschenbauer. Oberbürgermeister Jahnz räumte während des Treffens mit der Diskussion auf, einen Umzug, wie er zu Beginn des Frühjahrsmarktes stattfindet, auch im Herbst zu organisieren. „Dann lieber einmal im Jahr einen vernünftigen großen Umzug.“ (Fotos: Guter Auftakt für Delmenhorster Kramermarkt 2017) 

Diskussion um Toilettengebühr für Kind

Eine rege Diskussion um den Kramermarkt hatte es in einer Delmenhorster Facebook-Gruppe gegeben: Ein Vater hatte sich darüber beschwert, dass sein zehnjähriger Sohn für einen Toilettenbesuch 50 Cent zahlen musste. „Die Schausteller müssen dafür ein Fingerspitzengefühl haben“, sagte Marcel Kutschenbauer vom Schaustellerverein mit Verständnis für den Vater. Betriebe ohne eigene Toiletten müssen sich einen Toilettenwagen dazu mieten und diesen mit Toilettengebühren finanzieren.

 Weiterlesen: Der Kramermarkt lockt noch bis Mittwoch