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Frühlingskonzert „Teutonia“ zieht viel Publikum in Delmenhorster Stadtkirche

22.05.2017, 16:42 Uhr

Musikalische Reise bis nach San Remo und Kalifornien: Der Gesangsverein „Teutonia“ machte mit seinem Frühlingskonzert in der Delmenhorster Stadtkirche Lust auf die warme Jahreszeit.

„Das ist ja überwältigend!“, freute sich Stefanie Golisch, Leiterin des Gesangvereins „Teutonia“, am Sonntagabend mit Blick auf die zahlreichen Besucher. Der Traditionschor hatte zum Frühlingskonzert geladen und der Andrang war groß. Bis in die letzten Reihen hatte sich die Stadtkirche gefüllt, als der Chor Klassiker wie „Im Frühtau zu Berge“ oder Robert Schumanns „Erstes Grün“ anstimmte.

Bunter Strauß

Einen bunten Strauß an Melodien hätten die Sänger und Sängerinnen anbieten wollen und so erklangen neben den klassischen Kompositionen auch Kirchenlieder wie „Ave verum“ und Popsongs à la „California dreaming“. Mit „Ma come bali bella bimba“ wurde das Publikum in südlichere Gefilde entführt. Besonders das experimentelle „Insalata Italiana“, eine Parodie auf die italienische Oper von Richard Genée, versetzte die Konzertbesucher in Staunen. Markus Liebegott lieferte eine Glanzleistung als Solist, während aus dem Chor mehrstimmig Ausrufe wie „Forte fortissimo“ oder „Bravo, bravissimo“ ertönten. „Die Einübung des Stückes war ein kleines Abenteuer“, verriet Golisch. Doppelt schön sei es daher, dass der Chor auch vor experimentellen Kompositionen nicht zurückweiche.

Langanhaltenden Applaus gab es darüber hinaus immer wieder für unterschiedliche Solostücke, in denen die Chorleiterin und ausgebildete Opernsängerin ihr ganzes Können unter Beweis stellte. Begleitet von Sabine Heruth am Klavier, brillierte Golisch in Schumanns „So sei gegrüßt viel tausendmal“ und mit dem Operettenschlager „Frühling in San Remo“.

Mehrstimmige Stücke

Ein weiterer Höhepunkt waren die mehrstimmigen Stücke, in denen das Publikum selbst auch eine tragende Rolle übernahm. Im Kanon mit dem Chor erklangen Mozarts „Komm lieber Mai und mache“, der Gospel „Rock my Soul“ und das bekannte Volkslied „Es tönen die Lieder“. Mit „Abendstille“ beendete „Teutonia“ das schwungvolle Frühlingskonzert und verkündete, dass der Großteil der Spendengelder des Publikums dem geplanten Ausbau der Grafengruft zu Gute kommen soll. „Wir wollen dabei helfen, dass die Geschichte unserer Stadt und der ehemaligen Grafschaft besser präsentiert werden kann“, erklang es einstimmig aus den Chor-Reihen. Nicht nur für dieses Anliegen, sondern auch für das vielfältige und stimmlich starke Frühlingskonzert revanchierte sich das Publikum mit einem stürmischen Schlussapplaus.