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Fünf Mal Klassisches 2015/16 Entstaubter Tango zum Auftakt im Kleinen Haus

Von Dirk Hamm | 15.10.2015, 17:56 Uhr

Fünf klassische Konzerte hat das Programm im Kleinen Haus bis April 2016 zu bieten. Der Auftaktabend am 6. November ist ganz dem Tango gewidmet.

Auf fünf klassische Konzerte dürfen sich die Kulturliebhaber in der Saison 2015/16 im Theater Kleines Haus freuen. Das Programm, das die Leiterin der Konzert- und Theaterdirektion, Ulrike Thümmel, und Dirigent Volker Schmidt-Gertenbach gestern vorgestellt haben, hat Werke von vielen bedeutenden Komponisten von Brahms bis Grieg und Schumann bis Tschaikowski zu bieten.

Mit einem ungewöhnlichen Auftaktabend am Freitag, 6. November, möchte die Konzert- und Theaterdirektion das Delmenhorster Publikum auf den Geschmack für die weiteren Klassikkonzerte bringen. Ungewöhnlich deshalb, weil die Aufführungen ausschließlich einem Genre und einem Komponisten gewidmet sind, erklärt Schmidt-Gertenbach: Die Gäste dürfen in die melancholische Gefühlswelt des Tango Nuevo eintauchen. Alle Stücke des Abends stammen von Astor Piazzolla, der den Tango laut Schmidt-Gertenbach mit neuen Stilelementen „vom Staub befreit“ habe. Als Ensemble sind vier Musiker, die überwiegend auf erfolgreichen Solopfaden wandeln, in der Besetzung Violine, Bandoneon, Klavier und Kontrabass engagiert worden.

Neujahrskonzert darf im Programm nicht fehlen

Das zweite Konzert am Freitag, 4. Dezember, wird von einem Trio bestritten, in welchem die klassische Dreierbesetzung Violine, Violoncello und Klavier leicht abgewandelt wurde: Die Klarinette, gespielt von der renommierten israelischen Kammermusikerin Shelly Ezra, ersetzt das Cello. Geplant sind Werke von Milhaud, Brahms, Schumann und Bartók.

Nicht fehlen darf das Neujahrskonzert, das diesmal am Mittwoch, 6. Januar, über die Bühne geht. Unter anderem das slowakische Orchester Sinfonietta Žilina und die bulgarische Mezzosopranistin Kremena Dilcheva spielen unter der Leitung von Volker Schmidt-Gertenbach auf. Dieser verspricht, dass auf den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß (Vater) als traditionellen Stimmungshöhepunkt nicht verzichtet wird. Ansonsten sind Stücke von Rossini, Tschaikowski und Johann Strauß (Sohn) vorgesehen.

Auch zwei Klaviervirtuosen aus Südkorea zu Gast

In die Musikepoche der Romantik begeben sich am Montag, 29. Februar, die Staatliche Slowakische Philharmonie Košice und Pianosolist Chi Ho Han aus Südkorea, unter anderem mit der Ouvertüre zu Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“. Die Klassik-Saison beschließt am Sonntag, 17. April, ein Klavierabend mit dem Ausnahmetalent Da Sol, ebenfalls aus Südkorea. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Die Leiterin der Konzert- und Theaterdirektion und der Dirigent arbeiten seit knapp 40 Jahren bei der Zusammenstellung anspruchsvoller Konzertprogramme im Kleinen Haus zusammen. „Ohne Volker Schmidt-Gertenbachs hervorragende Kontakte zu den Künstlern wäre es nicht möglich, das Angebot mit minimalem Geld aufrechtzuerhalten“, betont Ulrike Thümmel.