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Für den Fall der Fälle Delmenhorster Seniorenbeirat legt Notfallkarte auf

Von Marco Julius | 07.10.2016, 19:20 Uhr

Im Notfall spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle. Wer die Notfallkarte bei sich trägt, dem kann besser und schneller geholfen werden.

Wie schnell etwas passieren kann, hat Werner Bohlmann, Vorsitzender des Seniorenbeirats, zuletzt am eigenen Leib erfahren. Ein unverschuldeter Verkehrsunfall. Das hat ihn nur noch mehr bestärkt, dass die Zeit längst reif ist für die Notfallkarte. Die Idee ist ihm bereits vor anderthalb Jahren gekommen, als er von einer ähnlichen Karte erfahren hat, die es im Weserbergland gab.

In der Geldbörse tragen

„Das brauchen wir auch in Delmenhorst“, sagte sich Bohlmann. Mit etwas Verzögerung liegt die Karte nun vor, „als Geschenk für alle Delmenhorster zum Ende der Legislaturperiode des Seniorenbeirats“, wie Bohlmann betont.

Die Karte lässt sich ins Scheckkartenformat falten, im Gegensatz etwa zur großen Notfallmappe. Auf ihrer Rückseite kann jeder Bürger seine persönlichen Daten eintragen, dazu medizinische Informationen, die im Notfall Rettungssanitätern und Notärzten auf einen Blick die wichtigsten Informationen liefern. Gibt es eine Patientenverfügung? Und wenn ja, wo ist sie hinterlegt? Gibt es Grunderkrankungen? Welche Medikamente werden eingenommen? Gibt es Besonderheiten wie Herzschrittmacher oder Ähnliches? Muss ein Haustier versorgt werden? „Wer die Notfallkarte im Portemonnaie bei sich trägt, dem kann im Fall der Fälle besser und schneller geholfen werden“, sagt Ulf Kors, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirats.

Kostenlose Abgabe

Die Karte ist werbefinanziert und kann deshalb laut Bohlmann kostenlos verteilt werden. In einer Auflage von 15000 Exemplaren hat der Beirat die Karte drucken lassen. Sie kann unter anderem in Apotheken, im Rathaus und mittwochs während der Sprechstunde des Seniorenbeirats im City Center abgeholt werden.